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Konzerte zum 80. Todestag von Komitas Vardapet

Thumbnail imageMit einem dreiteiligen Konzertzyklus gedachte der Bach-Verein Köln im Oktober 2015 des 80. Todestages von Komitas Vardapet – jenem Komponisten, Sänger, Chordirigenten, Pädagogen und Musikethnologen, der heute als Begründer der klassischen armenischen Musik der Moderne und somit als »Vater der Armenischen Musik« gilt.

Komitas, 1869 unter dem Namen Soghomon G. Soghomonian in der heutigen Türkei geboren, beschäftigte sich nicht nur mit der liturgischen Tradition der armenisch-apostolischen Kirche, die er erstmals in moderne Notenschrift übertrug, sondern schrieb zudem rund 3000 bis dato nur mündlich überlieferte Lieder und Weisen seines Volkes auf. Einen Teil davon setzte der »Armenische Bartók« als Kunstlieder und Chorwerke und bewies darin, wie vertraut er – u.a. aufgrund eines mehrjährigen Studienaufenthalts in Berlin – mit der abendländischen Musiktradition war.

Der Völkermord an den Armeniern, der sich 2015 zum 100. Mal jährte, markierte jedoch eine dramatische Wende in Komitas' Leben: Zwar überlebte er die türkischen Todeslager dank einer Intervention westlicher Fürsprecher, jedoch litt er fortan an einer posttraumatischen Belastungsstörung, die ihn musikalisch für immer verstummen ließ. Fast 20 Jahre, bis zu seinem Tod im Oktober 1935, verbrachte er als geistig gebrochener Mann in psychiatrischen Einrichtungen.

Zum Gedenken an das tragische Schicksal von Komitas wählten Bach-Verein Köln und Philharmonischer Chor Bonn zum Auftakt ihrer »Hommage à Komitas« als Aufführungsort das Schumannhaus Bonn – und damit jene einstige Nervenheilanstalt, in der Robert Schumann seine letzten Lebensjahre verbrachte. Das von Lesungen aus Briefen und Dokumenten flankierte Komponistenporträt gab einen Gesamtüberblick über Komitas‘ Wirken. Zwei Tage später präsentierte der Bach-Verein Köln im Rahmen eines viel beachteten Konzerts »Komitas – Kirchentöne und Lieder des armenischen Volkes« Gesänge aus der armenischen Liturgie, die Komitas während seiner Ausbildung zum Geistlichen im Kloster Etchmiadzin aufgezeichnet hatte. Deutsch- sowie armenischsprachige Kompositionen und Bearbeitungen von Volksweisen rundeten das Programm ab, von dem ein Konzertbesucher schwärmte: »Der Bach-Verein hat seine Zuhörer schon manches Mal überrascht mit Programmen weit ab vom Standard-Repertoire. So auch wieder am 23. Oktober in der Antoniterkirche. Mit Komitas wurde ein Komponist vorgestellt, der bislang bei uns völlig unbekannt war, obwohl sein Wirken örtlich (Berlin, Paris, Konstantinopel) wie zeitlich (19. bis Anfang 20. Jh.) nicht weit entfernt ist. Die Klänge waren nur scheinbar vertraut, Klänge der Romantik, doch die Harmonien und die Melodien in ihrem Reichtum waren neu und völlig anders als das Gewohnte.«

Thumbnail imageSchließlich begab sich der Kammerchor des Bach-Vereins Köln nach Berlin, wo er in der Charlottenburger Luisenkirche mit dem Programm »Bach+ Komitas« gastierte. Der Künstlerische Leiter Thomas Neuhoff hatte für dieses in Zusammenarbeit mit der Armenischen Kirchen- und Kulturgemeinde Berlin veranstaltete Konzert ein außergewöhnliches Konzept entwickelt, bei dem Titel von Vokal- und Instrumentalwerken J.S. Bachs die Lebensstationen von Komitas inhaltlich nachzeichneten. Die bewegende klingende Biografie reichte von »Der Geist hilft unser Schwachheit auf« über »Aus tiefer Not schrei ich zu dir« bis hin zu »Komm, Jesu, komm, mein Leib ist müde, die Kraft verschwindt«. Diesen Werken des Thomaskantors wurden weltliche und geistliche Kompositionen von Komitas gegenübergestellt. Diese besondere Zusammenstellung und nicht zuletzt die Symbolik einer im zweiten Teil des Konzerts sich zunehmend leerenden Bühne (Standortwechsel der Mitwirkenden auf die Orgelbühne) wirkte sowohl bei Ausführenden wie Zuhörern nach: »Die musikalische Choreografie war sehr beeindruckend: vor allem die Symbolik im zweiten Teil, als die ›Bühne‹ allmählich leer wurde. Komitas war unten zwar präsent, aber nicht mehr unter uns, so wie in den letzten Jahren seines Lebens. Er war in seiner eigenen Welt.« So begeisterte sich Sona Eypper, Vorsitzende der dortigen Armenischen Kulturgemeinde, nach dem Konzert und fuhr fort: »Bravo! Der Chor hat uns durch seine Aussprache des armenischen Textes beeindruckt. Bei den Solistinnen und Solisten konnte man dies am besten erkennen. Sie hätten alle Armenier sein können.«

Neben einer Reihe choreigener Solistinnen und Solisten standen die türkisch-deutsche Sopranistin Banu Böke sowie die armenische Pianistin und Cembalistin Mariam Tonoyan im Mittelpunkt der drei außergewöhnlichen Konzerte. Tonoyan gab (ebenso wie eine halbarmenische Choristin) nicht nur wichtige Aussprachehilfen u.a. zu den zahlreichen bei IMSLP zu findenden Volksliedern, sondern brachte auch hierzulande nur schwer greifbare Originalnoten von Komitas direkt aus Armenien mit. Zudem verfassten die beiden Musikerinnen auch die Lautschriften und die deutschen Übersetzungen der Vokalwerke, die auf den Programmzetteln der von Thomas Neuhoff moderierten und dirigierten Konzerte standen. Und Neuhoff verspricht mehr davon: „Für mich als Dirigent war es die erste Begegnung mit der tiefgründigen Musik von Komitas, und ich werde mich auch weiterhin mit seinen Werken beschäftigen. Denn sie haben mir das Ohr geöffnet für Klänge einer anderen Kultur. Ich bin neugierig auf mehr, auch auf die Klänge des Orients, die wir bei Folgeprojekten in den Fokus rücken möchten. Die geistlichen Werke von Komitas werden auf jeden Fall weiterhin im Repertoire des Bach-Vereins bleiben und in den kommenden Jahren an verschiedenen Orten erklingen, auch bei unseren für September bzw. Oktober 2016 geplanten Auftritten im Altenberger Dom bzw. in der Thomaskirche Leipzig.«

Annett Reischert-Bruckmann
26.11.2015

 

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