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Konzertchor Wümme-Wieste
Konzertchor Wümme-Wieste


Mitglieder:
Vorsitz: Johann Schloen
Dirigent/in: Kantor Johannes Kaußler

Web:

Landesverband:
Nordwest





Kurz-Vita

BACH-KANTATEN VOLL AUSDRUCK UND EMOTION
5. März 2017
Konzert in der Sottrumer St. Georg-Kirche

Es scheint, als müsse man sich gegenwärtig in die Provinz begeben, um die Musik von Johann
Sebastian Bach frei von ideologischen Überfrachtungen und für unsere zeitgenössischen Ohren unverstellt musiziert zu hören. Während allerorten die so genannte „Alte Musik“, realisiert mit dem angelesenen Wissen um historische Aufführungspraktiken, als musealer Gegenstand dem Hörer des 21. Jahrhunderts immer ferner rückt, hörte man am vergangenen Sonntag in der St. Georg-Kirche in Sottrum drei Kantaten Bachs, von Kantor Johannes Kaußler blut- und glutvoll, emphatisch und temperamentvoll, direkt ans Herz rührend, aufgeführt. Das Konzert war unter dem Motto „Wachet auf...“ das erste eines dreiteiligen Zyklus von Bachkonzerten zum Lutherjahr. Zwei weitere Kantaten-Konzerte werden im September und Dezember folgen.

Bemerkenswert an diesem Zyklus ist insbesondere, dass die einzelnen Konzerte nicht nur als musikalisch-ästhetisches Ereignis für sich stehen, sondern dass sie für die interessierten Hörer in vor- und nachbereitenden Veranstaltungen auch inhaltlich in ihren theologischen Bezügen beleuchtet und aufgeschlüsselt werden. Dies ist nicht nur den beteiligten Pastoren Dietmar Meyer, Sottrum, und Thomas Demele, Ottersberg, sondern auch Kantor Johannes Kaußler ein Herzensanliegen. Wie in seinem Musizieren verleugnet er auch hier nicht sein musikalisches Vorbild, den großen Bach-Interpreten Karl Richter, für den Bachs Musik und ihre Wiedergabe immer zuerst Exegese und Verkündigung war.

Aus solchem Geist entstanden die Eingangschöre der drei aufgeführten Werke, „Meinen Jesum lass
ich nicht“, BWV 124, „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“, BWV 92 und „Wie schön leuchtet der
Morgenstern“, BWV 1 - allesamt Choralkantaten - als groß dimensionierte Choralfantasien von
bekenntnishafter Eindringlichkeit, in denen Johannes Kaußler, sein gut trainierter „Konzertchor Wümme-Wieste“ und das Projektorchester mit Engagement und Gestaltungswillen die emotionale
Tiefe der Bachschen Musik ausloteten. Statt so genannter musikalischer Rhetorik mittels kurz
phrasierter Motivpartikel stand die große, ausschwingende, gesangliche Melodie der Bachschen
Komposition im Vordergrund. Dynamisch reichte das Klanggeschehen vom zurückgenommenen,
aber tragfähigen Piano bis zum klangprächtigen Forte, in dem in der Kantate BWV 1 die beiden
Solo-Hörner von Dominik Kratzer und Ivan Yefimov brillierten. Die Schlusschoräle wurden im
Lutherischen Sinne zu machtvollen Glaubensbekundungen.

Bruchlos fügten sich die Vokal- und Instrumental-Solisten in ihren Arien in dieses Klangkonzept
eines „Bach von Zeitgenossen für Zeitgenossen“ ein. Die Sopranistin Kerstin Dietl sang ihre beiden
lyrischen Arien mit Stimmschönheit und innigem Ausdruck, jeweils voll Anmut begleitet von der
Solo-Oboistin Motoko Matsuda-Jasen. Der Bassist Friedo Henken glänzte in seiner dramatischen
Arie „Das Brausen von den rauen Winden“ in BWV 92 mit schlackenlosem Koloraturgesang. Die
Rezitative, die von Johannes Kaußler in rauschend-improvisiertem Spiel am Cembalo begleitet
wurden, sang Henken mit viel Sinn für Bachs predigthaften Appell an die Hörer. Ebenso der Tenor Christian Volkmann, der zudem mit drei heiklen Arien den umfangreichsten Part zu bewältigen hatte. Mit seiner strahlenden, höhensicheren, dabei gleichsam schwerelos geführten Stimme
gestaltete er seine Arien zu Höhepunkten des Abends. Christiane Artisi, Alt, musste sich in dieser Werkauswahl mit einem Duett für die Frauenstimmen bescheiden, das sie mit kraftvoller und schön geführter Stimme darbot.

Die Continuogruppe des Projektorchesters muss ausdrücklich lobend hervorgehoben werden. Hanna
Sprute, Violoncello, gestaltete ihre Partie mit soviel Hingabe und Aufmerksamkeit, dass es eine
Freude war, sie zu hören und zu sehen. Zuverlässig unterstützt wurde sie von Wieland Nord,
Violoncello, Johannes Schäfer, Kontrabass, und Rainer Hory, Fagott. Überstrahlt wurde der Abend
vom Orgelspiel von Ji-Hyun Park, die für ihre glitzernden Improvisationen in den Arien und
vollstimmig-satten Orgelklang in den Chören einen Sonderbeifall erhielt, als die sehr zahlreich
versammelte Zuhörerschaft alle Mitwirkenden mit lang anhaltendem, dankbarem Schlussapplaus
entließ.

Roland Wörner, Borsigstraße 14, 74081 Heilbronn


Adresse:
Konzertchor Wümme-Wieste
Johanne Schloen
Rübenkamp 15
27367 Clüversborstel
E-Mail senden (für VDKC-Mitglieder)

Proben:
wöchentlich
, mittwochs 19.30, samstags 10.00 - mittwochs 21.00, samstags 11.30
Kleiner Saal der Waldorfschule
Amtshof 5
28870 Ottersberg
Sänger/innen gesucht: Ja
Stimme(n): Tenor, Bass



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Bild Titel Kategorie Datum
SEHET, WELCH EINE LIEBE - Kantaten zu Weihnachten Konzert 2017-12-17

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11.07.2016