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Maritimes Programm im Jubiläumsjahr

Thumbnail imageDie traditionsreiche Vereinigung von Laiensängerinnen und -sängern wurde am 25. November 1819 als „Die Gesellschaft der Freunde des religiösen Gesanges" gegründet. Nachdem die napoleonischen Truppen 1815 nach ihrer Besatzung Hamburg endlich verlassen hatten, in der unvorstellbar sieben Jahre lang kulturelle Veranstaltungen wegen kriegerischer Auseinandersetzungen, Plünderungen und Versammlungsverbot so gut wie unmöglich gemacht wurden, dauerte es einige Zeit, bis wieder ein beschränktes Theater- und Musikleben erwachte.

Die Sehnsucht, dann auch wieder große Oratorien zeitgenössischer Komponisten wie Haydn, Händel, Mozart und Beethoven aufführen zu wollen war sehr groß. Der Musiker, Dirigent, Komponist und Musiklehrer Friedrich Wilhelm Grund, ( 1791-1874) und seine Zeitgenossen (u.a. sein Lehrer und Stadtkantor Schwencke) benötigten Jahre, bis sie sieben Gründungsmitglieder und insgesamt 71 „ausübende“ Mitglieder aus dem öffentlichen Leben und den Handelsfamilien zusammengesucht hatten. Die erste Chorprobe gilt als Gründungsdatum und wurde mit allen Anwesenden, einem 14-seitigen Gründungsprotokoll (Staatsbibliothek Hamburg) inklusive einer bereits vollständigen Satzung dokumentiert.

Drei Jahre Probenzeit war nötig, bis man sich zu einem ersten Chorkonzert mit Händels „Judas Maccabäus“ und einer eigenen Komposition von F.W. Grund „Auferstehung und Himmelfahrt Jesu“ 1823 an die Öffentlichkeit wagte (für die Restauration dieser Noten sucht die Staatsbibliothek Hamburg derzeit Sponsoren).

1844 wurde der Chor nach dem Vorbild der Berliner Singakademie mit dem neuen Namen Hamburger Singakademie gewürdigt. Namen bekannter Hamburger Familien finden sich in den Mitgliederlisten: u.a. Mönckeberg, von Gossler, Schmilinsky, Lutterroth oder Sieveking.

Entscheidenden Anteil an den Erfolgen der Singakademie hatte Friedrich Wilhelm Grund, dem zur Begleitung dann ein großes Orchester fehlte. Und so begründete er mit seinen Freunden auf ähnliche Weise neun Jahre später am 9. November 1828 die Philharmonische Gesellschaft (heute Philharmonisches Staatsorchester, Generalmusikdirektor Kent Nagano), die er 35 Jahre lang leitete und die zu einem Treffpunkt bedeutender Künstler, wie z. B. Clara Schumann, Franz Liszt und Johannes Brahms wurde. Zwecks besserer Ausbildung und Förderung von Solisten u.a.m. gehörte er auch zu den Mitbegründern des Hamburger Tonkünstlervereins 1847.

Einer seiner Nachfolger, Julius von Bernuth, der 27 Jahre lang die Singakademie dirigierte, brachte bereits 1869 das damals richtungsweisende wie umstrittene Deutsche Requiem von Johannes Brahms mit der Philharmonischen Gesellschaft und der Hamburger Singakademie in der Michaeliskirche zur Aufführung. Seit 1903 führte der Chor, mit Ausnahme der Jahre 1940 und 1946, das Requiem regelmäßig ca. 150mal bis zum Jahr 1994 am Buß- und Bettag auf.

Seit 1872 bestand eine enge Verbindung zum Philharmonischen Staatsorchester. Chorleiter waren meist die Chordirektoren der Staatsoper wie Max Thurn, Wilhelm Brückner-Rüggeberg, Adolf Bautze, Günther Schmidt-Bohländer und Jürgen Schulz. Von 1990 bis 1999 leitete Theo Wiedebusch, der Chordirektor der Bremer Oper, die Hamburger Singakademie.

Die Konzerte der Hamburger Singakademie leiteten berühmte Dirigenten u. a. Eugen Jochum, Joseph Keilbert, Paul Hindemith, Rudolf v. Oertzen, Leopold Ludwig, Yehudi Menuhin, Wolfgang Sawallisch, Horst Stein, Aldo Ceccato, Hand Zender, Giuseppe Sinopoli, Hans-Martin Schneidt, Christoph Eschenbach, Gerd Albrecht, Dietrich Fischer-Dieskau und Ingo Metzmacher.

1990 wurde die feste Bindung zum Philharmonischen Staatsorchester gelöst. Die Hamburger Singakademie arbeitet jetzt auch mit anderen Orchestern zusammen und erweiterte ihr Repertoire um A-cappella-Chorwerke.

Als ältester Hamburger Chor nimmt die Hamburger Singakademie einen bedeutenden Platz im Hamburger Musikleben ein. Sie hat alle großen Chor-/Orchesterwerke zum Teil vielfach aufgeführt. Heute sind wir etwa 40 aktive Sänger (S/A/T/B).

Seit Ende 2000 bilden die Aufführungen kontrastierender neuer Chorliteratur z. B. von Gottfried von Einem, Eric Sven Tüür, Alfred Schnittke, Leonhard Bernstein, Michael Tippett und Eric Zeisl zusammen mit einem bekannten Werk einen Schwerpunkt der Chorarbeit. Das wurde möglich mit dem Chorleiter Prof. Cornelius Trantow (Hochschule für Musik und Theater Hamburg), dessen Arbeit seit 2011 von Jörg Mall fortgesetzt wird. Weitere Werke: „Der Großinquisitor“ (Boris Blacher), Misa Tango (Martin Palmeri), Sacred Concerts (Duke Ellington), Canto General von Mikis Theodorakis nach den Texten von Pablo Neruda höchst beeindruckend kommentiert in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme vom Schauspieler Rolf Becker, die Carmina Burana (Carl Orff), oder Werke von den Barockkomponisten Thomas Sell, Johann Adolf Hasse, Christoph Telemann, Heinrich Schütz – unvergesslich schöne Erinnerungen.

Thumbnail imageAnlässlich des 200-jährigen Bestehens der Hamburger Singakademie und des 30. Jubiläums des Freundes- und Förderkreis UKE luden beide Jubilare zum gemeinsamen Jubiläums-Chorkonzert am 22. Juni 2019 ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. med. Martin Carstensen (Vorsitzender des Freundes- und Förderkreis UKE) und Rosemarie Walter (Vorsitzende der Hamburger Singakademie) präsentierte der Chor unter der Leitung von Jörg Mall „Feinslieb, du hast mich g’fangen, Ich brinn und bin entzündt und Jungfrau dein schöne G’stalt“ von Leo Hassler.

Auf diesen wirklichen gelungenen Auftakt folgte sogleich das Highlight des Abends: die Uraufführung von „Das Fräulein stand am Meere” von Matti Pakkanen – einer Auftragskomposition die sich die Hamburger Singakademie gewissermaßen selbst zum runden Geburtstag geschenkt hat.

Der Komponist beschreibt sein Werk wie folgt: Meine Vertonung von Heinrich Heines Gedicht „Das Fräulein stand am Meere" besteht aus zwei Schichten. Die begleitende Schicht, welche nur mit Vokalen gesungen wird, wogt wie eine große Welle im Hintergrund und spiegelt die Gefühle des Mädchens wider. Sie verwandelt sich allmählich von einem sehr dunklen zu einem strahlend hellen Klangbild. Der immer gegenwärtige Ton a in Klavier wirkt wie ein Anker, der diese modale Entwicklung ermöglicht. Die andere Schicht ist die des gesungen Textes. Sie bildet zur ersten eine Art harmonisches Negativbild und besteht aus Tönen, welche nicht zur Begleitungsschicht gehören. Daraus ergeben sich pentatonische Tonfolgen, die ein eher schlichtes, mehr äußeres Bild des „Fräuleins" zeichnen.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird zweifelsohne das chorsinfonische Konzert im November 2019 sein. Die Hamburger Singakademie wird erstmalig „A Sea Symphony”, von Ralph Vaughan Williams in die Hand nehmen und mit dem groß besetzten Chor (Hamburger Singakademie, TrintatisChor Hamburg, Bergedorfer Kammerchor), den Solisten Nathalie de Montmollin, Hansung Yoo und den Symphonikern Hamburg am 30.11.2019, 19 Uhr im Großen Saal der Laeiszhalle zur Aufführung bringen. Obwohl diese Chorsymphonie bereits 1910 komponiert wurde, ist sie vermutlich erst einmal in Hamburg aufgeführt worden, zuletzt vor 19 Jahren im Mai 2000. Sie spiegelt Stimmungen über das Meer, die Ozeane, die Wellen, die Winde, die Stürme, die Schiffe, die darauf fahrenden Menschen bis hin zu einsamen Inseln wieder – ein maritimes Werk, das sehr gut zu unserer seeoffenen Stadt und zu der bewegten Geschichte der Hamburger Singakademie zum 200. Jubiläum passt.

Informationen:
30.11.2019, 19.00 Uhr Großer Saal Laeiszhalle, Hamburg: „A Sea Symphony”, von Ralph Vaughan Williams

Rosemarie Walter, Hamburger Singakademie, Tanja Schneider
08.07.2019

 

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