Impressionen aus dem Dirigieratelier – Chorsinfonik Stuttgart 2015 Drucken

Nach dem gelungenen Abschluss melden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Wort

Till Voß, Dirigent:

Thumbnail imageAls Teilnehmer des Dirigierateliers konnte ich ein intensives und hochkonzentriertes Wochenende in Stuttgart erleben; im Mittelpunkt das Deutsche Requiem von Brahms. Mit dem bestens vorbereiteten Philharmonia Chor Stuttgart zu arbeiten, war ebenso anspruchsvoll wie beglückend. Dieses Ensemble bot als Gastgeber des Ateliers nicht nur hohe musikalische Qualität, sondern erwies sich auch als eine rundum sympathische Gemeinschaft, in der man sich schnell wohlfühlen konnte. Zum ersten Mal nach dem Dirigierstudium stand ich wieder einem kritischen Beobachter und Lehrer gegenüber. Immer freundlich und entspannt, aber klar analysierend, oft mit wenigen pointierten Worten eingreifend, begleitete Prof. Knecht die Probenarbeit seiner Schützlinge und gab in den Nachbesprechungen hilfreiche Hinweise, bot neue Ideen, benannte die Stärken und Schwächen der jeweiligen dirigentischen Leistung. Die Zeit in Stuttgart war bereichernd, bestärkend, horizonterweiternd und animierend für die weitere Arbeit mit meinem Chor in Halle. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, an Prof. Johannes Knecht, den Philharmonia Chor Stuttgart, die Pianisten, die Gesangssolisten, und - last but not least - alle anderen Kursteilnehmer!

Christoph Schäfer, Dirigent:

Das Dirigierseminar in Stuttgart war in seiner kompletten Konzeption perfekt: Super Chor, super Dozent, gute Organisation! Die richtige Mischung aus Chorproben, Gesprächen und Videoanalyse hat zu einem für alle sehr erfreulichen Werkstattkonzert am Ende des Meisterkurses in Stuttgart geführt. Bei einer Wiederholung des Kurses (natürlich mit einem anderen Stück) würde ich jederzeit wieder teilnehmen!

Marcelino Arabe, Dirigent:
Nicht nur die professionelle Einstudierung sonder auch die herzliche Atmosphäre über das Kurs-Wochenende haben die Probenarbeit und das Atelier-Konzert des Deutschen Requiems zu einem wunderbaren Erlebnis werden lassen. Es war ein Genuss, seine musikalischen Ideen äußern zu dürfen, die stets mit viel Enthusiasmus aufgenommen und umgesetzt wurden. "Ewige Freude" !

Thumbnail imagePiri Schadt,
Chormitglied:
An das Seminar-Wochenende denke ich noch sehr gerne zurück. Auch wenn es für mich oft fordernd war, habe ich persönlich sehr viel gelernt und eine große Freude daran gehabt. Spannend war auch, die unterschiedlichen Interpretationsweisen der Dirigenten kennen zu lernen und zu erleben, wie diese zu einem stimmigen Werk zusammengeführt wurden. Ich habe große Lust, an so einem Projekt wieder mitzuwirken.

Richard Christophers, Chormitglied:
Besonders interessant war zu beobachten, dass  bei jedem einzelnen der Dirigenten, nach verschiedenen Korrekturen, eine Art "Handschrift" spürbar wurde, die sich z.B. in Tempi und Ausdruck klar von den anderen unterschied. Das war für mich der besondere Reiz an diesem Projekt.
herbal clomidBirgit-Caroline Grill, Chormitglied:
Ich war sehr berührt, insbesondere von den Metamorphosen der teilnehmenden Dirigierkurs-absolventen. Das war super spannend und tief berührend. Besonders die Entwicklung von Herrn Heilmann war bemerkenswert: Zu Beginn seines Dirigats im Konzert hatte ich den Eindruck, er müsse aufs Schafott: Bleich und ernst und angespannt stand er vor uns. Und was dann im Laufe des 2. Satzes passierte, war absolut faszinierend: Er "schwomm" bzw. dirigierte sich regelrecht frei und so befreit und musizierend beendete er den 2. Satz. Wahnsinn!!!
Auch die anderen Teilnehmer machten in den drei Tagen so große Fortschritte, ich fand das hoch interessant.
Ich war sehr fasziniert und wegen mir könnte ein solcher Kurs ruhig häufiger stattfinden.
Mir wurde wieder einmal sehr deutlich bewusst, dass Dirigieren nicht einfach ein "Rumwedeln" ist, sondern etwas, was man tatsächlich erlernen muss und was wirklich nicht so einfach ist.


VDKC
08.12.2015