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RIAS Kammerchor Berlin mit Uraufführung von „Goetia“ zu erleben Drucken E-Mail

Neues Werk von Lera Auerbach triumphiert in Berlin

Thumbnail imageDie Uraufführung eines abendfüllenden Chorwerkes ist auch in unserem kulturell so reich ausgestatteten Land ein besonderes Ereignis. Erst recht, wenn die Komponistin Lera Auerbach und das Ensemble der Uraufführung der RIAS Kammerchor Berlin sind. Dabei bedachten gleich mehrere Chöre die Komponistin mit dem anspruchsvollen Auftrag: Neben dem RIAS Kammerchor Berlin beauftragten der Nederlands Kamerkoor, die Cracow Singers, die Zürcher Sing-Akademie und Wien Modern die Entstehung des Werkes. Sie alle werden das Werk mit eigenen Nachaufführungen zum klingen bringen.

Die Welturaufführung nach Berlin zu vergeben, sie dem RIAS Kammerchor im Jahr seines 70. Bestehens anzuvertrauen und in der wunderbar kammermusikalischen Atmosphäre des Pierre Boulez Saals zu veranstalten war eine gute Entscheidung. Die Begleitung der Uraufführung durch Deutschlandfunk Kultur und auch das Gespräch von Ruth Jarre mit der Komponistin als Werkeinführung zeugen von der Ernsthaftigkeit, mit der man in Berlin dem Werk begegnete. Am 24.05.2019 erklang es nun unter sensibler Beteiligung des Michelangelo String Quartet und aufmerksam geleitet von Kaspars Putnins erstmalig. Die Erwartungen waren hoch. Auerbach gilt als Ausnahmeerscheinung im Musikbetrieb: Instrumentalistin, Komponistin, Malerin, Autorin mit verschiedenen geografischen Wurzeln. Als „Weltbürgerin der Kunst“ bezeichnet Roman Hinke sie in seinem Beitrag zum Programmheft. Vor allem aber gibt es da jenes Schwesterwerk, das 2016 entstandene „72 Angels. In splendore lucis“ für Chor und Saxophonquartett. Nun „Goetia. 72 in umbra lucis“ für gemischten Chor und Streichquartett.

Ein Vokalwerk mit gut 75-minütiger Länge zu komponieren, setzt eine geeignete Textvorlage voraus. Was also ist die textliche Grundlage von „Goetia“, die sich so vielfältig ausdeuten lässt, dass ein abendfüllendes Werk daraus entstehen konnte? Ein magisches Schwarzbuch aus dem 17. Jahrhundert („Clavicula Salomonis“), anonym in lateinischer Schrift überliefert, enthält eine Liste mit Namen und Kurzbeschreibungen von 72 Dämonen. Es geht zurück auf ein in altgriechisch verfasstes Zauberbuch aus dem vierten Jahrhundert n.Ch. Mit Hilfe eines göttlichen Ringes gelingt es König Salomon, dämonische Geister zu bannen und sie für seinen Tempelbau in Jerusalem zu nutzen. Auch hier findet sich eine namentliche Aufstellung der 72 Dämonen – Wesen, die im antiken Griechenland als Gottheiten mit menschlichen Eigenschaften verstanden werden und die erst im Christentum zu ‚bösen’ und ‚gefährlichen’ Geistern werden.

Dass eine musikalische Umsetzung dieses Personentableaus die Komponistin gereizt hat, ist nachvollziehbar. Ergänzend fügte sie jedoch als Präludium und als gliederndes Element dazwischen Psalm 90 „Denn er hat seinen Engeln“ (1-16) in altgriechischer Sprache hinzu. Entstanden ist dadurch eine Werkarchitektur, die sich nun entweder als 24 + 24 + 24 oder als 36 + 36 lesen lässt. „Ainos odes to Dawuid. (H)o katoikon en boet’heiya tu (h)iupsistu en skepe tu t’heu tu uranu awlist’hesetai“ – der Psalm – auf der einen Seite, „BAAL – Bael’, Baael, Baël, Baell, Bahal’, Buel’, Bal, Bal’, Bayal, Bel, Bel’, Bele, Bahel’, Belenus, Beli, Belinus, Belus, Adon, Baal-Tzephon, Beth Ayin Lamed, Aliyan Haded, Seth“ – der Dämon und sein Name in diversen Übersetzungen – als Gegenstück.

In der Tat bedeutet dieses Libretto allein eine kolossale Ansammlung von Aufzählungen („Agares“, „Vassago“, „Samigina“, „Marbas“, „Valefor“, „Ammon“, „Barbatos“ usw.), deren Transfer ins Klangliche neben kompositorischem Handwerk eine Vielzahl differenzierter musikalischer Einfälle erfordert. Daher entstand die Idee, neben dem Vokalinstrument auch ein Streichquartett einzusetzen, um so weitere Klangfarben und percussive Elemente nutzen zu können. Dass die Komponistin bei aller Experimentierfreude vollständig im tonalen Raum und bei klassischen Stilmitteln geblieben ist, war eine bewusste Entscheidung, die dem Werk keinen Abbruch tut und womöglich seinen Einzug ins Repertoire anderer Chöre erst ermöglichen könnte.

Für den RIAS Kammerchor bot das Werk reichlich Gelegenheit, seine Leistungsfähigkeit als Ensemble zu beweisen. Aber auch die solistische Ausführung etlicher Werkteile war vor allem in den Frauenstimmen von beeindruckendem sängerischen Können und großer dynamischer und klanglicher Differenzierung geprägt. Die enge Verwebung der musikalischen Partner erzeugte ein großes Ganzes, das insgesamt sehr facettenreich und kurzweilig zu einem spannenden Konzertabend wurde. Insofern wurde der 24. Mai auch zu einem großen Abend für den Chor und einem Fest für Chormusik.

Ralf Schöne, VDKC
25.05.2019

 

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