Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst im Überblick Drucken

Lizenzierung von Bildreproduktionen bei Konzerten, auf Plakaten und CDs

Logo VG Bild-Kunst (©VG Bild-Kunst, Bonn 2014)Viele Chorkonzerte werden heutzutage nicht mehr ausschließlich durch Musik bestimmt, sondern beziehen andere Medien mit ein. Besonders beliebt ist die Untermalung der Programme durch passendes Bild- und Fotomaterial, welches Themen, Motive und Stimmungen visualisiert, um damit u.a. dem Publikum den Zugang zu den Werken zu erleichtern.

Bilder, Fotos und Reproduktionen von Gemälden sind von namenhaften Künstlern online zahlreich zu finden. Jedoch können diese nicht einfach heruntergeladen und dann öffentlich gezeigt werden. Die Rechte der Bilder liegen – wie auch bei musikalischen Werken – bei den Urhebern. Eine Verwendung ist nur bei deren Zustimmung möglich. Aber wie bekommt man Kontakt zu den Urhebern?

Diese Funktion übernimmt die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst – ein rechtsfähiger Verein mit Sitz in Frankfurt am Main. Der Verein wurde 1968 von Bildurhebern gegründet und kümmert sich um den Schutz der Verwertungsrechte und Ansprüche der Bildurheber. Bild-Künstler können sich kostenfrei bei der VG Bild-Kunst anmelden und dadurch die Verwertung ihrer Werke schützen lassen. Das bedeutet, dass jegliche Reproduktion (Abbildung in Zeitschriften, auf Homepages etc.) oder auch der Weiterverkauf von Kunstwerken über die Verwertungsgesellschaft verwaltet und mit einem Entgelt belegt wird. Die Erlöse gehen nach Abzug von Verwaltungskosten über einen festgelegten Verteilungsplan an die jeweiligen Künstler, deren Bilder in irgendeiner Form verwertet wurden.

Meldet sich ein Künstler nicht bei der Verwertungsgesellschaft und macht die Rechte an seinen Bildern geltend, sind diese bei einer Weiterverwertung auch nicht durch die Verwertungsgesellschaft geschützt. Die VG Bild-Kunst ist ausschließlich für die Verwertungsrechte zuständig, die Urheberrechte schützt sie nicht. Der Künstler selbst bzw. die Erben bis 70 Jahre nach seinem Tod können diese geltend machen.

Nutzer, die ein Bild reproduzieren möchten, müssen sich an die VG Bild-Kunst wenden, um von ihnen die Nutzungsrechte dafür zu erwerben. Dabei ist zu beachten, dass die VG Bild-Kunst nicht die Bilddaten zur Verfügung stellt, sondern lediglich die Verwertung genehmigt. Die Bilder selbst können – auch in digitaler Form – z.B. über eine Agentur oder ein Internetportal erworben werden.

Für die Erwerbung der Verwertungsrechte sind folgende Schritte notwendig:

  1. Klären Sie, ob der Künstler, dessen Bild wiedergegeben werden soll, Mitglied bei der VG Bild-Kunst ist. Das kann über die Künstlersuche auf der Homepage der VG Bild-Kunst ermittelt werden. Wenn ja, müssen die Reproduktions- oder Vorführungsrechte über die VG Bild-Kunst erworben werden. Wenn nicht, muss der Künstler persönlich kontaktiert werden.
  2. Per E-Mail wird nun die Bilddatei an die VG Bild-Kunst geschickt. Weitere Informationen zum Versand gibt es hier.
  3. Anschließend ist der Ansprechpartner bei der VG Bild-Kunst über das zu prüfende Bild zu informieren. Dabei ist anzugeben, in welcher Form das Bild erscheinen soll. Zum Beispiel als Projektion via Beamer während eines Konzertes, Druck von Bildern in Programmheften, auf Flyern, Plakaten etc. Die unterschiedlichen Tarife sind hier zu finden. Bei der Vorführung mittels Beamer oder Bildschirm muss zusätzlich der genaue Vorführungstermin und die Häufigkeit der Darstellung des Bildes genannt werden.

Quelle: www.bildkunst.de
Logo VG Bild-Kunst (©VG Bild-Kunst, Bonn 2014)

VDKC, Jana Herkner
23.10.2014