Für Sopran, Bariton, Chor und Orchester
Vom Chor vorgetragene biblische, liturgische und traditionelle Gebetstexte wechseln in MacMillans ‚alternativem‘ Weihnachtsoratorium mit Barockdichtungen Southwells, Donnes und Miltons ab, die ein Solosopran oder ein Bariton singen.
Den Abschluss bildet das im 19. Jahrhundert von Pater Ranald Rankin aus dem schottischen Gälisch übertragene "Christ-Child’s Lullaby" mit seiner traditionellen Melodie.
Ansonsten setzt MacMillans Musik hier auf minimalistische Sequenzen in der Orchesterbegleitung, auf rhythmische Herausforderungen im Gesang, auf doppelchörige fugierte Passagen sowie auf frei gesprochene Klangwolken, die das große Mysterium akustisch erfahrbar machen sollen und für ein Ersterben des Gesangs auch notationstechnisch ungewöhnliche Wege beschreiten müssen.
Das umfangreiche Textkonvolut, das in den Bibelpassagen von der Geburt Jesu erzählt und in den dichterischen Versen das Wunder der Menschwerdung und der erlösenden Passion meditiert, findet sich zu Beginn des Klavierauszugs in deutscher, englischer und französischer Übersetzung abgedruckt, so dass der Gesang in zumeist englischer Sprache, aber auch lateinischem Original gut vorbereitet werden kann.
Informationen:
James MacMillan: Christmas Oratorio for soprano & bariton soli, chorus & orchestra. Text from the Gospels of St. Matthew and St. John, by Robert Southwell, John Donne, John Milton and Ranald Rankin, and from the liturgy | Boosey & Hawkes | ISMN 979-0-060-15139-2 | 27,02 Euro, Staffelpreis | Bestellung
VDKC
17.10.2025



