Für achtstimmigen gemischten Chor a cappella
Die vermutlich 1913 komponierte groß angelegte Chormotette Johanna Senfters (1879-1961) wird hier erstmals im Druck vorgelegt.
Wolfgang Undorf wertete dazu Kopien zweier Manuskripte aus, die der Schottverlag seit langem als Dauerleihgabe an die Bibliothek der Hochschule für Musik und Tanz Köln übergeben hat. Die beiden Handschriften, ein eigenhändiges Exemplar der Komponistin sowie eine spätere, kaum abweichende Reinschrift, werden zu Ende der Chorpartitur dokumentiert und Editionsfragen transparent gemacht.
Das Werk trägt die Opuszahl W 18a. Seine Datierung schließt Senfters Biographin Christiane Maier aus den umliegenden Opuszahlen des Œuvres. Als Meisterschülerin Max Regers ist Senfter stilistisch in der Spätromantik zu verorten. In ihrer Expressivität stellen ihre Chormotetten ein musikalisches Bindeglied zwischen den Werken Johannes Brahms‘ einerseits sowie Max Regers und Arnold Schönbergs andererseits dar.
Textlich vereint „Die Nacht ist vorgerückt“ den bekannten Vers 13,12 aus dem Römerbrief mit Stellen aus den Evangelien des Matthäus und des Lukas sowie aus dem dichterischen Werk Max von Schenkendorfs (1783-1817), Paul Gerhardts (1607-1676) und Johann Heermanns (1585-1647).
Informationen:
Johanna Senfter, Die Nacht ist vorgerückt. Für gemischten Chor (SSAATTBB) a cappella | Schott | ISMN 979-0-001-22231-0 | 7,- Euro | Bestellung
Dr. Wolfgang Undorf (Schott), Dr. Cornelie Becker-Lamers (VDKC)
05.03.2026



