Abschiedskonzert mit Johann Sebastian Bachs „Messe in h-Moll“ am 24. Mai 2026
Die Spielzeit 2025/26 der Berliner Singakademie stand für den Chor unter besonderen Vorzeichen.
Nach 37 überaus erfolgreichen Jahren unter der künstlerischen Leitung von Achim Zimmermann, wird sich zu Beginn der nächsten Spielzeit in dieser Position ein Wechsel vollziehen.
Die Berliner Singakademie hat ab der neuen Spielzeit 2026/27 mit Jurgita Česonytė eine neue künstlerische Leitung. Vor zwei Jahren begann nach öffentlicher Ausschreibung ein aufwändiges Auswahlprocedere mit Probestunden, Gesprächen mit den Bewerberinnen und Bewerbern und Diskussionen innerhalb des Chores. Insgesamt 28 Bewerbungen wurden von einer extra für diesen Prozess eingerichteten Findungskommission und dem Vorstand gesichtet. Drei Finalisten erhielten schließlich, jeder für sich, Gelegenheit, mit dem Chor zu arbeiten und ein eigenes Konzert zu gestalten.
Am 19. April nun entschied sich der Chor in einer Vollversammlung für Jurgita Česonytė.
Die junge, litauische Chor- und Orchesterdirigentin aus Berlin erhielt ihre Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Prof. Johannes Prinz und Rahela Durič sowie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.
„Mit Dankbarkeit übernehme ich die neue Aufgabe und sehe der gemeinsamen Arbeit mit Neugier und Begeisterung entgegen“, sagt die junge litauische Dirigentin „Es ist mir eine große Ehre, die Arbeit von Achim Zimmermann übernehmen zu dürfen.“
Achim Zimmermann beglückwünschte seine Nachfolgerin: „Sie wird mit neuen Ideen, ihrem großen Können und mit ihrer Leidenschaft für Chormusik den Chor weiterentwickeln.“
Der Vorstand der Berliner Singakademie bedankte sich bei der Findungskommission für die sorgfältige Sichtung der vielen Bewerbungen, die umsichtige Vorauswahl der zehn geeignetsten aus insgesamt 28 Bewerbungen, das Führen der Einzelgespräche und zuletzt die Auswahl der drei Kandidatinnen und Kandidaten für das Finale. Der Chor schaut nun mit Spannung, Vorfreude und Optimismus dieser neuen Ära entgegen.
Zum Abschluss der Spielzeit wird sich Achim Zimmermann mit der „Messe in h-Moll“ von Johann Sebastian Bach am 24. Mai 2026 als Direktor der Berliner Singakademie von seinem Publikum verabschieden. „Dieses Werk beschäftigt mich während meiner ganzen musikalischen Laufbahn“, so Achim Zimmermann. „Obwohl es zu den meistaufgeführten Vokalwerken Johann Sebastian Bachs gehört, gibt es uns immer wieder neue Rätsel auf, zum Beispiel warum Bach dieses Werk komponiert und nie aufgeführt und sein Opus ultimum ohne eine finale Fassung zu hinterlassen hat.“ Dieses Werk zum Abschluss seiner 37jährigen Zusammenarbeit mit der Berliner Singakademie aufführen zu können, sei ihm ein Herzensbedürfnis. „Es war und wird es immer bleiben, ein großes Geschenk für mich, diesen wunderbaren Chor so lange leiten zu dürfen und großartige Musik gemeinsam zu erarbeiten und aufzuführen“ betonte er. „Die große Geschichte der Singakademie war uns Ansporn und Verpflichtung gleichermaßen. Gute Musik, vom ‚kleinsten‘ Volkslied bis zum großartigen Oratorium, bestmöglich aufzuführen, macht glücklich.“
Thomas Otto
27.04.2026



