Monteverdis Meisterwerk an authentischem Ort zum Klingen gebracht

Collegium vocale Siegen auf Geburtstagsreise in RomZu seinem 25-jährigen Jubiläum hatte das Collegium vocale Siegen nach längerer Zeit nochmals die Marienvesper von Claudio Monteverdi erarbeitet und am 9. November 2012 gemeinsam mit dem Johann Rosenmüller Ensemble unter der Leitung seines Dirigenten KMD Ulrich Stötzel in der Siegener Martinikirche aufgeführt. Eine besondere Freude wurde dem Chor mit der Einladung zu dem Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra nach Rom zuteil. Am Sonntag, den 11. November erklang diese so hochbedeutende und epochenübergreifende Musik an ihrem Ursprungsort Rom – Monteverdi hatte dieses Werk als Teil einer in acht Stimmbüchern gedruckten Sammlung 1610 Papst Paul V gewidmet.

Die Festival-Leitung hatte in diesem Jahr die altehrwürdige Basilika Santa Maria in Aracoeli für die besonderen Anforderungen dieses Konzerts ausgewählt. Wird die Marienvesper seit Jahren häufiger auch „nur" in Solobesetzung interpretiert, so wählte U. Stötzel natürlich für seinen „Jubiläums-Chor" die klangvolle Version mit 7 Solostimmen (C. Backes u. M. Mauch, Sopran; B. Duddeck, Altus; R. Giordani u. N. Giebelhausen, Tenor; D. Wörner u. M. Flaig; Bass), dem knapp 40-köpfigen Collegium vocale und dem Instrumentalensemble, bestehend aus 5 Streichern, 3 Zinken u. 3 Renaissance-Posaunen, sowie einer großen Continuo-Gruppe mit 2 Violonen, 2 Chitarronen, 1 Dulzian u. einer italienischen Orgel. So gelangen insbesondere die großen, bis in die 10-Stimmigkeit gehenden Psalmvertonungen musikalisch und dynamisch höchst differenziert. Aufhorchen lassen auch immer wieder die besonderen, nahezu klang-impressionistischen Effekte, die Monteverdi durch enge, rhythmische Verschiebungen erzielt – so z.B. in den Rahmenteilen des Psalms „Nisi Dominus".

Die Marienvesper stellt jedes Mal höchste musikalische und technische Anforderungen, insbesondere an die Solo- sowie auch an die Chorsänger. Hier muss sowohl die instrumentale Art des Singens als auch der immer wieder geforderte Wechsel von prima prattica und seconda prattica beherrscht werden.

Für eine herausragende Umsetzung dieser immer wieder fulminanten Musik aller Ausführenden bedankten sich die weit über tausend Zuhörer mit langanhaltendem Applaus und „Standing Ovations".

Collegium vocale Siegen
Petra Böer
29.01.2013

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