Britischer Film beschreibt die emotionale Kraft des Singens

„Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, deshalb tun wir das nicht. - Und weswegen tut ihr es dann? - Wenn Sie sich mal die Mühe machen würden und vorbei kommen würden und in die Gesichter von Marion und den anderen sehen würden, würden Sie diese Frage nicht stellen."

Thumbnail imageSo heißt es in einem Dialog zwischen dem grimmig wirkenden Rentner Arthur und der jungen Chorleiterin Elisabeth. Sie reden über einen Chor. Doch nicht irgendeinen Chor, sondern einer Gruppe von Rentnern, bei denen auch mal Lieder von Motörhead, Chaka Khan oder Salt-n-Pepa angestimmt werden.

Marion, Arthurs Ehefrau, deren größter Lebensinhalt aus Singen besteht, ist erkrankt. Trotzdem fährt sie regelmäßig voller Elan und Energie zu den Proben ihres Chors. Da der Chor bei einem Wettbewerb antreten will, übt sie akribisch, während Arthur nicht verstehen kann, warum Marion freiwillig ihre wertvolle Zeit an diese in seinen Augen peinliche Prozedur verschwendet. Doch Marions Liebe zum Gesang ist trotz schwerer Krankheit unerschütterlich und so unterstützt Arthur sie widerwillig dabei. Die junge Chorleiterin Elisabeth (Gemma Arterton) sieht in Arthur etwas Besonderes und will ihn unbedingt und gegen seinen vehementen Widerstand in ihren Chor aufnehmen. Hartnäckig bearbeitet sie Arthur und im Laufe der Zeit findet dieser seine verloren geglaubte Lebensfreude wieder. So kommt es schließlich, dass Arthur auch die wunderbare Welt des Chorgesangs entdeckt – eine Entdeckung, die sich auch positiv auf das Verhältnis zu seinem Sohn James ausübt, zu dem er vorerst eine sehr distanzierte Beziehung hatte. Denn Arthur beginnt zu verstehen, dass es nie zu spät ist für Veränderungen.

Thumbnail imagePaul Andrew Williams braucht nur ein einziges Wort, um seine Schauspieler zu beschreiben: „Großartig!". Und diese Besetzung ist wahrhaftig hochkarätig: neben Terence Stamp (Arthur) treten Namen wie Vanessa Redgrave (Marion), Christopher Eccleston (James) auch Gemma Arterton in der Rolle der Chorleiterin Elisabeth auf. Diese Rolle beschrieb Andrew Williams wie folgt: „Sie erinnert mich an die klassischen Musiker an meiner früheren Schule, die als Teenager nie ausgingen und sich nie die Kante gaben, weil sie immer nur an die nächste Chorprobe dachten."

Bei ihrer Suche nach dem perfekten Filmchor stießen Produzent Ken Marshall und Regisseur Paul Andrew Williams in Newcastle auf den Liederwettbewerb „Let's get lyrical", der zugunsten eines lokalen Hospizes ausgetragen wurde. Dabei fiel ihnen der Chor Heaton Voices auf, dessen unkonventionell vorgetragene Popballaden sie sofort in ihren Bann zogen. Richard Scott, der Leiter des im Jahr 2000 gegründeten Chores, beschreibt seinen Stil so: „Ich lasse in meine Arrangements viele Jazz-Elemente einfließen und setzte mehr auf Riff-basierte Untermalung als auf herkömmliche Harmonien." Die Filmemacher buchten Richard Scott vom Fleck weg als Arrangeur für zahlreiche Chorlieder in Song for Marion.

Thumbnail imageFilme, in denen Figuren durch die Gemeinschaft eines Chors zu sich finden, gibt es. Doch dieser hochemotionale und dennoch in seiner Schlichtheit realistisch anmutende Film stellt hierbei ein Juwel dar. Entsinnen Sie sich des Dialogs zwischen Arthur und Elisabeth: steht diese einfache Aussage der jungen Frau nicht stellvertretend für die Motivation vieler Chorleiter? Und vertritt nicht Marion – eine kranke Frau, die dennoch ihre Energie aus der Gemeinschaft und der Musik schöpft – die Motivation eines jeden Chorsängers? Auch die Wandlung von Arthur, der durch die Musik seine Lebensfreude wiederentdeckt, inspiriert sowohl Chorleiter und -sänger.

Machen sie sich ein Bild und besuchen Sie diesen Film, er wird ihnen und ihrer Familie sicher viel Freude bereiten.

Informationen und Trailer: www.songformarion.de und www.facebook.com/SongForMarion

VDKC, Katharina Meier
12.03.2013

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