Ein Duft von Heimat - Wer ist denn schon zu Hause?
Beschreibung
Krieg, Vertreibung, Ausbeutung, Zurichtung. Nichts, wie es war. Nichts, wie es sein könnte. Kein Raum für Menschen. Keine Heimat für niemand? Da stehen wir – heimatlos: inmitten von Albträumen. Da stehen sie, unsere Träume vom Leben – heimatlos?
WIE da von Heimat sprechen? WIE da von Heimat singen?
Das musikalische Projekt „Ein Duft von Heimat – wer ist denn schon zu Hause?“ versteht sich als Versuch einer musikalisch-literarischen Annäherung. Eine Annäherung an vielleicht Vergessenes oder Verschüttetes. Eine Annäherung daran, was Heimat uns Menschen sein könnte, daran, was sie uns persönlich gewesen ist oder was sie uns vielleicht nicht gewesen ist. Heimat lässt sich nicht festlegen oder eingrenzen. Sie ist zufällig, nicht Besitz.
Heimat also: zerbrechlich und flüchtig wie Düfte und Klänge, die ihrerseits eine Erinnerung an die Heimat in sich tragen und wachrufen können. In diesem Sinne begreift sich der musikalische Abend als Anregung zu einer Reise zwischen dem was war, was ist, was ersehnt wird. Ein Abend, der uns unsere Träume vor Augen führen kann, der uns erinnern kann an unser Leben, unsere Hoffnungen, an das, wofür zu leben sich lohnt.
Die Kölner Kurrende mit ihrem Musikalischen Leiter Michael Reif hat für diesen Abend die Köln-Berliner Formation amé toki zu Gast, deren Musik die Klangfarbe von Jazz, Nouvelle Chanson und Soundscapes in die Chormusik hineinweht.
Christoph Selbach hat „duftende“ Texte von Goethe bis Benn vertont und arrangiert, lässt den Chor auf Streichtrio, Percussion, Piano und Elektronik treffen.
Neue Stücke verflechten sich mit altbekannten Melodien, um ineinander zu wirken. Zusammen erzählen die Sängerin Sabine Lässig alias amé toki und der Chor ihre Geschichten und stellen die Frage: ICH ERINNERE MICH – WORAN ERINNERST DU DICH?



