Einladung zur Teilnahme am VDKC-Praxistag am 29. Mai 2026 in Wuppertal
Im Rahmen des Projektes „Wissensbrücke Chorwelt: Vernetzen. Agieren. Teilen“ möchte der Verband Deutscher KonzertChöre künstlerischen und kreativen Austausch der Mitgliedschöre fördern und diese weiter vernetzen:
Immer wieder erlebt der Verband, wie innovativ und mutig die Chöre neue Wege beschreiten und dabei das klassische Konzertformat bewusst erweitern oder hinterfragen, um neue Erfahrungsräume zu öffnen. Auf den Aufruf des VDKC, von bereits umgesetzten Projekten zu berichten, meldeten sich zahlreiche Chöre mit inspirierenden Formaten. Dieser Erfahrungsschatz bietet eine ideale Grundlage, sich auf verschiedenen Ebenen über neue Konzertformate auszutauschen, die über das übliche „Bühne – Publikum – Applaus“-Setting hinausgehen.
Praxistag in Wuppertal: Besondere Konzertformate entwickeln
Um einen intensiven Erfahrungsaustausch zu ermöglichen, lädt der Verband Deutscher KonzertChöre am 29. Mai 2026 zum Praxistag „Chor. Konzert. Konzepte. – Konzertformate neu denken“ ein. Es geht darum, Chormitglieder, die an diesem zukunftsfähigen Thema besonderes Interesse haben, mit Ideen und Erfahrungen zu inspirieren. An diesem Tag wird es zwei spannende Impulsvorträge zu umgesetzten Projekten geben. Ziel dabei ist es, konkrete Einblicke in Konzeption, Organisation, künstlerische Entscheidungen, Herausforderungen und Gelingensbedingungen zu geben und damit anderen Chören Anregungen für eigene Projekte zu bieten.
In einem weiteren Schritt sollen die Teilnehmenden in Gruppen aktiv werden und von eigenen Projekten und Ideen berichten, sodass Vorhaben und Konzepte gemeinsam diskutiert, gebündelt und weitergegeben werden können.
„Chor. Konzert. Konzepte. – Konzertformate neu denken“ kann in diesem Zusammenhang vieles bedeuten. Zum Beispiel:
- Einbindung von Gebärdensprache oder die Arbeit als Gebärdenchor
- Dunkelkonzerte oder andere Formate mit veränderter Wahrnehmungssituation
- Immersive Konzertformen, bei denen Publikum und Aufführende den Raum anders erleben
- Beteiligungsformate, in denen das Publikum aktiv eingebunden wird
- besondere Kooperationen mit anderen Kunstformen wie Tanz, Theater, Literatur, Bildender Kunst oder digitalen Medien
- Konzertkonzepte an ungewöhnlichen Orten oder in besonderen räumlichen Settings
- Sinneserweiternde Ansätze, etwa durch Licht, Bewegung, Rauminszenierung oder synästhetische Experimente
Diesen Aspekten wird der Workshop besonderen Raum geben und sie auf eine praktische Umsetzbarkeit hin untersuchen.
Von Profis inspirieren lassen: Immersives Konzerterlebnis mit Chorwerk Ruhr
In der professionellen Chorwelt finden sich längst spannende Konzertformate in den Spielplänen, von denen Chöre lernen und sich inspirieren lassen können. Im Anschluss an unseren eigenen Workshop wird es die Gelegenheit geben, ein Beispiel dieser grenzüberschreitenden Konzertdramaturgie in der Verbindung von Musik und Fotografie zu einem immersiven Konzerterlebnis des Chorwerk Ruhr zu erleben und so unseren Austausch abzurunden. Das renommierte Ensemble tritt mit vielstimmigen Werken von der Renaissance bis zur Gegenwart italienischer Vokalmusik auf, die gemeinsam mit den eindrucksvollen Fotografien der italienischen Sacri Monti ihre Wirkung entfalten. Fotografiert und durch die 360-Grad-Projektion des Wuppertaler Visiodrom in Szene gesetzt werden die Fotografien von Heinrich Brinkmöller-Becker.
Weitere Informationen zum Konzert: VORREI – 360° – CHORWERK RUHR
Inhalt
- Zwei Impulsvorträge zu Praxisbeispielen grenzüberschreitender Konzertformate
- Erfahrungsaustausch: Vorstellung realisierter Ideen
- Gruppenarbeit: Weiterentwicklung von Projektideen hin zur konkreten Umsetzungsstrategie
- Konzertbesuch: Immersives Konzerterlebnis im Visiodrom Wuppertal mit Chorwerk Ruhr
Workshopleitung
Carolina Ihlenfeld, Ralf Schöne, Sebastian Winkler
Wann und wo?
Freitag, 29.05.2026
14:00–18:30 Uhr, Wuppertal (Ort wird noch bekannt gegeben)
20:00 Uhr, Konzert, Visiodrom Wuppertal, Mohrenstraße 3, Wuppertal (optional)
Hinweise zur Anreise
Aktuell wird die Bahnstrecke Hagen – Wuppertal – Köln saniert, wodurch es zu Einschränkungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt. Der Regionalverkehr wird teilweise durch Ersatzbusse bedient, der Fernverkehr hält nicht in Wuppertal. Wir empfehlen, sich frühzeitig zu informieren.
Anmeldeschluss
22.04.2026
Teilnahmegebühr
Die Teilnahme am VDKC-Praxistag ist kostenfrei. Zur Sicherung der verbindlichen Teilnahme wird ein Pfand i.H.v. 30,- Euro erhoben, welcher bei Teilnahme vor Ort erstattet wird. Für den Besuch des Abendkonzertes wird ein symbolischer Eintrittspreis von 10,- Euro erhoben und mit der Pfandgebühr verrechnet.
Anmeldung
Jede interessierte Person mit einer entwicklungsfähigen Idee für ein konkretes Vorhaben ist willkommen.
Die Anmeldung erfolgt hier.
Der Eingang der Anmeldung wird durch eine Eingangsbestätigung und eine Aufforderung zur Zahlung der Pfandgebühr per E-Mail bestätigt. Die Anmeldung wird nach Eingang der Pfandgebühr verbindlich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Reisekosten
Fahrt, ggf. Unterkunft und Verpflegung organisieren und zahlen die Teilnehmenden selbst.
Der VDKC prüft die Möglichkeit, einen Zuschuss nach Bundesreisekostengesetz zu den tatsächlich angefallenen Reisekosten zu übernehmen.
Kapazität
Im Sinne eines intensiven Austausches der Teilnehmenden, ist die Veranstaltung auf 20 Personen begrenzt. Pro Chor kann eine Vertretung entsendet werden.
Mit dem Praxistag eröffnet sich die seltene Gelegenheit, Inspirationen und Erfahrungen aus der Praxis zu erhalten, die letztlich dazu führen könnten, eigene Vorhaben kompetent zu erarbeiten und zu realisieren, ein breiteres Publikum für Chormusik zu interessieren und neue Erlebnisse bei Publikum und Ausführenden zu schaffen.
VDKC
02.04.2026




