Jubiläumskonzert am 20.11.2016 in St. Joseph

Thumbnail imageIn keinem Land der Welt gibt es eine so vielfältige und traditionsbewusste Chorkultur wie in Deutschland, wobei jedoch der überwiegende Teil der Chorleiter männlich ist. Eine Ausnahme bildete bei der Gründung des Motettenchores im Jahr 1986 Chorleiterin Marie-Theres Brand. Das 30-jährige Jubiläum dieses Konzertchores in diesem Jahr lässt sowohl Sänger, Leiterin sowie Zuhörer auf ein immenses Schaffen zurückblicken: 205 Konzerte in 12 Ländern in-und außerhalb Europas, Uraufführungen moderner Werke und Wiederaufführungen lange vergessener Werke wie die Broockes-Passion von Mattheson und das geplante Jubiläumskonzert im November, zahlreiche CD-Einspielungen, Hörfunk-und Fernsehaufnahmen und Preise beim Landeschorwettbewerb.

Allein die Konzertauftritte in 30 Jahren ergeben aneinandergereiht eine Dauersingleistung von fast 3 Wochen Tag und Nacht. Singen macht glücklich, regt Endorphine im Gehirn an, ist gemeinschaftsfördernd und wirkt gegen Alzheimer. Doch von seiner Altersstruktur her ist der Motettenchor stets mit vielen jungen Sängern bestückt, die zum großen Teil aus dem Jungen Chor von Marie-Theres Brand kommen.

An einem solchen Jubiläum kann man auf viele abwechslungsreiche, aber auch auf schweißtreibende Proben zurückblicken. Marie-Theres Brand ist eine höchst anspruchsvolle Chorleiterin, was die Interpretation der Werke in ihrer Zeit, im Besonderen der gesungenen Texte betrifft. Sie legt großen Wert auf die Sprache und die gesungene Botschaft. Wenn der Chor oft schon zufrieden ist und die nicht immer einfachen Chorwerke kann, so beginnt für sie die Arbeit erst richtig. Und beim Konzert zeigt sich dann oft, wie recht sie hatte, nicht nachzugeben, sondern an der Interpretation und Präzision zu feilen. O-Ton Frau Brand: "Ihr kennt mich, ich gebe nicht nach".

Erstaunlich sind auch ihre zahlreichen Verbindungen zur Elite der Barockmusik, sowohl was die Solisten als auch die Instrumentalisten mit historischen Instrumenten angeht. Und so waren die Konzerte meist mit international gefeierten und vor allem qualitativ hochwertigen Musikern bestückt. Frühe Verbindungen und Freundschaften zahlen sich da aus.

Am 8. Juli findet im historischen Ratssaal ein Konzert zum Festakt " 60 Jahre Speyer-Spalding" mit englischen und deutschen Volksliedern statt. Ein besonderer Ohrenschmaus wird aber am 20. November in St.Joseph zu hören sein: Etwas lange nicht Aufgeführtes, das Requiem von Kaiser Leopold I, begleitet von alten Instrumenten ( Zinken, Posaunen, Gamben, Laute und Chitarrone), orientiert an der barocken Aufführungspraxis. Das Werk war in unserer Region bisher noch nicht zu hören. Nicht nur die Fans des Motettenchores werden begeistert sein!

Gaby Gruber-Gresch
10.05.2016

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