Panorama
ensemble cantissimo feiert 20jähriges Bestehen
A-cappella-Gesang und „unerhörte“ Musik im Fokus
Das ensemble cantissimo wurde anlässlich eines Konzertes mit frühbarocker Musik als Vokaloktett 1994 von Markus Utz gegründet und feiert somit in 2014 sein 20-jähriges Bestehen.
Inzwischen besteht das Vokalsolisten-Ensemble aus 24 jungen, professionell ausgebildeten Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland und der Schweiz.
Der Name ist Programm: „cantissimo“ bedeutet die Fokussierung auf A-cappella-Gesang in Reinkultur. Das Hauptinteresse des Vokalensembles gilt seit jeher „unerhörter“ Musik. Der Mut zur Aufführung von unbekannten Werken und die exemplarische Aufführung von bekanntem Repertoire in kleiner Besetzung haben dem Chor schon in der kurzen Zeit seines Bestehens einen besonderen Platz in der internationalen Chorszene eingebracht. Das ensemble cantissimo etablierte sich anfangs mit Auftritten bei den Heiligkreuzer Konzerten Kempten. Es folgten seitdem Auftritte in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Israel mit Themen-Programmen, selten zu hörenden Werken und Uraufführungen Neuer Musik bei renommierten Konzertreihen.
Prof. Dr. Kurt Masur unterstützt den VDKC bei UNESCO-Bewerbung
„Pflege der Chormusik in deutschen Amateurchören“ soll immaterielles Kulturerbe werden
Mit der Ratifizierung der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes besteht in diesem Jahr erstmals auch in der Bundesrepublik Deutschland die Möglichkeit zum Schutz des immateriellen Kulturerbes innerhalb der UNESCO-Gemeinschaft. Besonders schützenswertes immaterielles Kulturerbe aus Kunst und Kultur in Deutschland erhält damit die Chance auf Aufnahme in die internationalen Listen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.
consonare aus Dresden trauert um Karsten Flachowsky
Ein Nachruf von Annette Borck und consonare
Am 30. November 2013 ist ein langjähriges consonare-Mitglied, unser Vorstandsvorsitzender Karsten Flachowsky im Alter von nur 56 Jahren gestorben.
Karsten Flachowsky kam im September 2001 zu consonare. Musik war dem ehemaligen Kruzianer schon immer wichtig gewesen. Ganz besonders liebte er den A-cappella-Gesang und stellte einen hohen Anspruch an dessen Qualität. Bei consonare fand er nun gleichgesinnte Menschen und so kam es, daß seine Tätigkeiten mit dem und für den Verein bald einen großen Teil seiner Freizeit in Anspruch nahmen.
Bereits im Februar 2002 wurde Karsten Flachowsky, der im Hauptberuf Konstrukteur war, in den Vorstand von consonare gewählt. Er kümmerte sich um die Konzertanzeigen in Zeitungen, um Busse für Rügenfahrten, schrieb Förderanträge an verschiedene Institutionen und vieles mehr.
1714: 300. Geburtstag von G.A. Homilius und C.P.E. Bach
Jubiläum zweier großartiger Komponisten
Das Jahr 2014 gibt Anlass, zweier großer Komponisten zu gedenken, die beide vor 300 Jahren innerhalb eines Zeitraums von wenigen Wochen geboren wurden und die – trotz ganz unterschiedlicher Lebenswege – doch sehr viel miteinander verbindet.
Gottfried August Homilius kam als der Ältere der beiden am 2. Februar 1714 in einem kleinen Ort in der Sächsischen Schweiz zur Welt. Nach einer von Schicksalsschlägen geprägten frühen Kindheit kam er achtjährig nach Dresden auf die Annenschule und erhielt dort erste musikalische Aufgaben. 1736 begab er sich zum Jurastudium nach Leipzig. Diese Stadt bildete auch viele Jahre den Lebensmittelpunkt des jungen Carl Philipp Emanuel Bach, der am 8. März 1714 in Weimar geboren wurde. 1723 war er mit seiner Familie nach Leipzig gekommen, als der Vater die Position des Thomaskantors übernahm. Allerdings hatte Carl, wie er in der Familie genannt wurde, Leipzig gerade verlassen, um in Frankfurt/Oder zu studieren, als Homilius 1736 nach Leipzig und in den Dunstkreis Johann Sebastians kam. Ob die beiden Komponisten sich jemals begegnet sind, wissen wir nicht.



