Panorama
Robert Schumann: „Missa sacra“ op. 147
Aufführungspraktische Hinweise von Ingo Bredenbach
„Tief ergreifend ist das Kyrie und wie aus einem Gusse, im Sanctus einzelne Sätze von so wundervoller Klangwirkung, dass es einem kalt über den Rücken rieselt“ (Johannes Brahms)
Einige allgemeine Anmerkungen:
Grundsätzlich ist in der ganzen Messe op. 147 von einem dichten Legato (molto legato) auszugehen, bei dem man sich nicht scheuen sollte, auch Kommata im Messetext zu ‚übersingen’, wenn es die musikalische Syntax erfordert, so z.B. im Kyrie Takt 25 bis 28 oder Takt 28 bis 31. Grundsätzlich sollte nicht zu kleingliedrig musiziert werden (Stichwort: „unendliche Melodie“). Im Detail geht es um ‚strebsame, sehnsuchtsvolle’ Auftakte, breit genommen, so dass beispielsweise die „1“ nur die Reaktion der aktiven „4“ ist entsprechend der Lehrmeinung von Hugo Riemann, dem bedeutendsten Musiktheoretiker der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts: „alle Musik ist auftaktig“, so beispielsweise im Kyrie Takt 40,4 → Takt 41,1.
Tage der Chor- und Orchestermusik 2014 in Zwickau
BDO und Robert-Schumann-Stadt laden vom 28. bis zum 30. März 2014 ein
Die „Tage der Chor- und Orchestermusik 2014“ werden vom 28. bis zum 30. März 2014 in Zwickau im Freistaat Sachsen stattfinden. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Stadt Zwickau wieder eine sehr engagierte Partnerin bei der Vorbereitung und Durchführung dieses jährlich stattfindenden Musikwochenendes an unserer Seite wissen“, so Ernst Burgbacher MdB, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO).
Robert Schumanns Missa sacra op. 147: Ein vertonter „Welt-Text“ - eine Fundgrube für Chöre
Tilman Lücke im Werkstattgespräch mit Wolfgang Kläsener
Tilman Lücke: Das breite Publikum kennt von Robert Schumann vor allem die Liederzyklen und die Kammermusik - eine große „heilige Messe“ für Chor und Orchester oder Orgelbegleitung wirkt da etwas exotisch. Welche Stellung nimmt denn die Missa sacra in seinem Werk ein?
Wolfgang Kläsener: Schumann wird als geistlicher Komponist bis heute eigentlich überhaupt nicht wahrgenommen. Das ist schade, vor allem für die Konzertchöre! Es gibt zwar sehr wenige, aber doch sehr bedeutende Werke dieser Art von ihm. Das Schwesterwerk der Missa sacra, sein Requiem, wird sogar noch seltener aufgeführt. Dass er im Titel der Messe ausdrücklich das Wort „sacra“ verwendet, überrascht schon ein wenig: Damit grenzt er das Werk stark von der sonstigen weltlichen Literatur ab.
Entscheidend ist aber, dass Schumann sich nicht an eine bestimmte Konfession oder Religionsgemeinschaft wendet, sondern an ein allgemein-religiöses, naturreligiöses Grundgefühl. So wie es im Zeitalter der Romantik, im Zeitalter des Sturm und Drang von vielen Künstlern empfunden wurde. Für uns heute macht das die Messe attraktiv auch für Chöre, die sich sonst mit weltlicher Musik beschäftigen - sie können da auch mal in geistliche Musik „hineinschnuppern“.
Mendelssohn-Ehrung mit der Berliner Singakademie
Eröffnung einer neuen Gedenkstätte auf dem Kreuzberger Friedhof
Berlin ist bekanntlich die Stadt der Familie Mendelssohn. Hier wurde sie groß und bedeutend. Sie prägte das philosophisch-kulturelle Leben, als bedeutendes Bankhaus hatte sie großen Einfluss auf die wirtschaftliche Gestaltung der Stadt, und dass sie die Musik ihrer Zeit prägte, weiß jeder, der im Musikunterricht einigermaßen aufgepasst hat.
So findet man auf mehreren Friedhöfen, die wie in vielen anderen Städten gerade auch in Berlin Denkorte der kulturgeschichtlichen Erinnerung sind, Gräber der Familie Mendelssohn. Mitglieder des jüdischen Zweiges der Familie sind auf dem jüdischen Friedhof in Berlin –Weißensee begraben, den christlich-protestantische Teil findet man auf den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor in Berlin-Kreuzberg. Dort sind die Eltern von Felix Mendelssohn Bartholdy begraben, auch sein Sohn und natürlich er selbst und seine Schwester Fanny Hensel, die wunderbare Chorsätze geschrieben hat, aber als Frau stets im Schatten ihres Bruders gestanden hat.
Veranstaltungen der Mitgliedschöre
Felix Mendelssohn Bartholdy: Oratorium Paulus, op. 36
24.04.2026
19:00
-
22:00
Pirna
Deutscher Ärztechor
Bach² Rheinberger
24.04.2026
19:00
-
20:00
München
Münchener Bach-Chor
"Lux Aeterna" - Geistliche Chormusik für Frauenstimmen
24.04.2026
20:00
-
21:30
Motettenchor Frankfurt
Cello & Chor – Klänge im Dialog
25.04.2026
17:00
-
18:30
Glückstadt
Kleiner Chor Husum
CANTUS GLORIOSUS
25.04.2026
18:00
-
19:30
Leipzig
Konzertchor Leipzig

Auf Antrag des VDKC wurde die „Chormusik in deutschen Amateurchören" in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes (UNESCO-Konvention) aufgenommen.

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