Panorama
Philharmonischer Chor Nürnberg im Opern-Fieber am Dechsendorfer Weiher
Von Zweifeln, harter Arbeit und der Kraft der Liebe
„Es geht um die Liebe!", lächelt sie. Ljubka Biagioni erklärt uns als Gast unserer Probe, wie sie die Oper „La Traviata" mit ihrer Hauptfigur Violetta versteht. Die Dirigentin Ljubka Biagioni Freifrau von und zu Guttenberg, wie sie vollständig heißt, inszeniert die Oper von Giuseppe Verdi für „Klassik am See", das seit 11 Jahren jährlich bis zu 4000 Menschen am Dechsendorfer Weiher bei Erlangen begeistert. Wir vom Philharmonischen Chor Nürnberg werden gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Herzogenaurach und Biagionis Orchester „Sofia Symphonics" diese Oper aufführen. Erstmalig studieren wir eine halbszenische Aufführung ein.
Es ist Januar. Unser Chorleiter Gerhard Rilling und der Vorstand haben Übungs-CDs, Noten und Informationen zum Werk verteilt. Wir lesen die markierten Textstellen zunächst auf Deutsch, um die Inhalte zu verstehen. „Wer von Ihnen möchte Zigeunerin sein, wer Kellner?" Die Rollen sind schnell besetzt.
Filmempfehlung: Irene Langemanns Film Das Lied des Lebens
Beeindruckende Dokumentation zeigt musikalisches Schaffen im Lebensabend
Der Begriff „Musikalische Späterziehung“ löst zunächst bei den meisten Menschen sicherlich ein leichtes Schmunzeln aus, bemüht man sich in der Erziehung zur Musik doch vor allem um die Bildung jüngeren Generationen. Dabei ist es doch eigentlich verständlich, dass der Musik in ihrer Universalität auch in Punkto Erziehung keinerlei Grenzen gesetzt seien. Und dass die Musik dem Menschen auch - und vielleicht sogar vor allem – im Lebensabend ein wichtiges Ausdrucksmittel und eine große Stütze sein kann.
Ein hundertprozentiger "Überzeugungstäter" sei er, sagt Komponist Bernhard König, wenn er über seine neuartigen Musikkonzepte für alte Menschen spricht. Begeistert von der Schönheit der alten „faltigen“ Stimmen, vermittelt er Senioren, wie man Musik meditierend, trauernd, liebend, lernend, protestierend, staunend und beglückt erleben kann.
„Wo bist du, Mensch?“ - Uraufführung mit dem Neuen Chor Dresden
Kantate von Matthias Trommler und Axel Langmann am 13.10.2013 zu erleben
Nach 2006 (Günter Schwarzes Oratorium „Das Licht der Steine löscht die Nacht“) und 2007 (Kantate „…und kommen weiter von dem Ziel?“ von Axel Langmann) wagt der Neue Chor Dresden auch 2013 mit der Kantate „Wo bist du, Mensch?“ von Matthias Trommler und Axel Langmann wieder eine chorsinfonische Uraufführung. Die Sopranistin Christina Elbe (die den Chor sehr lange als Stimmbildnerin und Assistentin zur Seite stand) konnte als Solistin gewonnen werden, als Orchester hat die Erzgebirgische Philharmonie Aue ihre Beteiligung zugesagt.
Dass neben dieser Uraufführung mit Brahms‘ „Schicksalslied“ und Mendelssohns „42. Psalm“ auch zwei Werke der deutschen Romantik auf dem Programm stehen, ist durchaus nicht nur als „versöhnliches“ Zugeständnis an das Publikum gedacht sondern erklärt sich ganz aus dem Konzept des Konzertes.
Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände vertritt VDKC auf der chor.com
Chorszene trifft sich vom 12. bis zum 15.09.2013 in Dortmund
Vom 12. bis zum 15. September 2013 treffen sich Vertreter der deutschen und internationalen Chorszene zur chor.com in Dortmund. Als Chorleiterfortbildung, Verlagsmesse und Festival in einem bietet die Veranstaltung alle zwei Jahre eine Plattform für den Austausch wichtiger Akteure der Chorszene, wie z.B. Verbände, Verlage und Chöre. Daneben sind hochkarätige Konzerte und Workshops zu erleben. Veranstalter der chor.com ist der Deutsche Chorverband (DCV).



