Panorama
Camerata Vocale Berlin: Gedenkkonzert für die Opfer von Tsunami und Fukushima am 7. März 2013
Esther Hilsberg „Dantes Inferno und der Weg ins Paradies“
Am 11. März 2013 jährt sich die Tsunami- und Fukushima-Katastrophe zum zweiten Mal. Die Camerata vocale Berlin und der Gewandhauschor Osaka nehmen dies zum Anlass, am 7. März 2013 für die Opfer ein Gedenkkonzert zu veranstalten. Auf dem Programm stehen neben Mozarts Requiem (in der Neuinstrumentierung von Franz Beyer) mit Esther Hilsbergs „Dantes Inferno und der Weg ins Paradies“ dramatische Szenen für Soli, Chor und Orchester nach Dantes „Divina Commedia“.
Dante Alighieri und die Divina Commedia
Eine Reise durch die drei Jenseitsreiche Hölle, Purgatorium und Paradies steht an: Dantes bekanntestes Werk, die Göttliche Komödie, entwirft einen auf antikem und christlichem Gedankengut basierenden Kosmos, in dem jedes menschliche Verhalten eine bestimmte Konsequenz findet. Die Strafen in der Hölle, die Bußen im Purgatorium und die Aufenthaltsorte im Paradies sind dabei nach einem detaillierten System des Contrappasso verteilt: sie beziehen sich immer auf das Verhalten der jeweiligen Person während ihres Lebens. Dabei macht Dante Gebrauch von einer reichen Vorstellungskraft, er bildet die Beziehungen mit Hilfe von Allegorien, Symbolen und Metaphern.
(Anne Schirrmacher)
Leipziger Universitätschor: Abseits der großen Passionen
Konzert mit seltenem Repertoire am 26. März 2013
Der Leipziger Universitätschor, seit diesem Jahr neues Mitglied im VDKC, widmet sich in einem Konzert am Dienstag der Karwoche selten gespielter Musik zur Passionszeit. Mit zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach, die sonst im Schatten seiner großen Passionen stehen, und Stabat-Mater-Vertonungen von Giuseppe Verdi und Karol Szymanowski hat Universitätsmusikdirektor David Timm ein ungewöhnliches Programm zusammengestellt.
Gemeinsame Erinnerungen zum 60-jährigen Chorbestehen der Singakademie Potsdam
Harmonische Abwechslung am Dirigentenpult
Ein anregender Einfall: Noch während sich im Potsdamer Nikolai-Saal für das Festkonzert zum 60-jährigen Bestehen der Singakademie die Sitzplätze füllten, konnten die Besucher eine Diashow verfolgen mit Bildern aus einer reichen Vergangenheit, und so fand sich auch mancher nicht mehr Aktive überrascht auf der Leinwand wieder. Vielfältige Erinnerungen wurden wach und lebendig kommentiert.
Seit Horst Müller 1957 den Chor übernahm, ist die Singakademie Potsdam mit nur drei Dirigenten ausgekommen, wobei Müller mit mehr als 45 Jahren den Löwenanteil hatte. Ursula Müller, die gute Seele in der Geschäftsführung, und ihr Mann haben die Singakademie in diesen Jahrzehnten einer höchst wechselvollen Geschichte, Mauerfall und organisatorischer Umbruch eingeschlossen, treu gehütet. Sie können so manche Abenteuer aller Art schildern: Unvorstellbar, welche List den Behörden gegenüber nötig war, wenn man in der früheren DDR die Einstudierung geistlicher Kompositionen in Angriff nehmen wollte. Mit berechtigtem Stolz präsentieren sie daheim eine imponierende Landkarte, auf der die zahlreichen internationalen Konzertreisen verzeichnet sind.
Collegium vocale Siegen auf Geburtstagsreise in Rom
Monteverdis Meisterwerk an authentischem Ort zum Klingen gebracht
Zu seinem 25-jährigen Jubiläum hatte das Collegium vocale Siegen nach längerer Zeit nochmals die Marienvesper von Claudio Monteverdi erarbeitet und am 9. November 2012 gemeinsam mit dem Johann Rosenmüller Ensemble unter der Leitung seines Dirigenten KMD Ulrich Stötzel in der Siegener Martinikirche aufgeführt. Eine besondere Freude wurde dem Chor mit der Einladung zu dem Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra nach Rom zuteil. Am Sonntag, den 11. November erklang diese so hochbedeutende und epochenübergreifende Musik an ihrem Ursprungsort Rom – Monteverdi hatte dieses Werk als Teil einer in acht Stimmbüchern gedruckten Sammlung 1610 Papst Paul V gewidmet.



