Panorama
2012 - 30 Jahre Figuralchor Bonn
Jubiläumskonzert mit Musik von Johann Sebastian Bach in der Kölner Philharmonie
Der Figuralchor Bonn hat in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen gefeiert und das Jubiläumsjahr mit einem bejubelten Konzert in der voll besetzten Kölner Philharmonie erfolgreich abgeschlossen. Zusammen mit dem Kölner Kammerorchester und dem Madrigalchor der Kölner Musikhochschule haben die Sängerinnen und Sänger des Figuralchors die Teile I bis III aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach sowie dessen Kantate „Nun komm der Heiden Heiland" (BWV 62) aufgeführt. Reiner Schuhenn, seit 2003 musikalischer Leiter des Figuralchors und derzeit Rektor der Kölner Musikhochschule, hatte die Werke mit den Chören einstudiert und die Aufführung geleitet. Bereits zwei Tage vorher haben die Ensembles das Programm gemeinsam im ausverkauften Konzerttheater in Coesfeld aufgeführt. Die Werke wurden ergänzt durch Texte, vorgetragen durch die Sopranistin und heutige Hochschul-Professorin Edda Moser.
Im Dienste der Kunst – Matthias Janz mit Dannebrog-Orden ausgezeichnet
Dänisches Königshaus würdigt für länderübergreifendes Engagement
Zahlreiche Orchester und Chöre ließen sich von ihm dirigieren - nördlich und südlich der Grenze. Kirchenmusikdirektor Matthias Janz hat von der dänischen Königin Margrethe II. am 09. März 2012 das "Ritterkreuz des Dannebrogordens" verliehen bekommen. Das Ritterkreuz ist ein seit 1671 verliehener dänischer Verdienstorden, verliehen wird er für besondere Verdienste für dänische Interessen in Kunst, Kultur, Wirtschaft und weiteren Bereichen. Der Orden wurde Herrn Prof. Janz vom dänischen Generalkonsul in Flensburg, Herrn Henrik Becker-Christensen, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 23. April 2012 im dänischen Generalkonsulat in Flensburg überreicht.
Chortraditionen und 40 Jahre Philharmonischer Chor Neubrandenburg
In wenigen Jahren vom Wohnbezirkschor zum Philharmonischen Chor
Der Chorgesang hat in Neubrandenburg eine fast 200-jährige Tradition. 1829 war es, als der Männergesangverein Arion gegründet wurde. Dieser Gründung schloss sich 1874 die des Vereins für gemischten Chorgesang an sowie die der Männergesangsvereine Liederkranz 1848 und Liedertafel 1900. Auch Kirchenchöre haben eine lange Tradition. Zu den Höhepunkten für die Neubrandenburger gehörte im Juli 1887 das Sängerfest des Märkischen Zentralsängerbundes zu Neubrandenburg.
In der Folgezeit machte immer wieder der Verein für gemischten Chorgesang Arion mit besonderen Auftritten auf sich aufmerksam. So auch 1926, als die Aufführung des Oratoriums Judas Maccabäus von Georg Friedrich Händel erfolgte. Ab 1933 und mit dem 2. Weltkrieg kam in Neubrandenburg das Chorleben fast gänzlich zum Erliegen. Nach 1945 gründete sich neben Kirchenchören als erster wieder der Männerchor Liedertafel. Wenig später entstanden wieder Schulchöre und 1961 gründete sich der Volkschor.
Studiochor Bielefeld widmet sich Schöpfungsoratorium von Matthias Drude
„Alles, was atmet, lobe den Herrn", Ein Schöpfungsoratorium (2003-2004)
„Das war heftig. Mit der Erde und den Geschöpfen, die auf ihr leben, steht nicht mehr alles zum Besten, das ist wohl allen bewusst. Wenn einem aber dann jede Menge Fakten in komprimierter Form, als Oratorium, um die Ohren fliegen, dann sinkt man still und erschrocken immer tiefer in die Kirchenbank" – so lauteten die einleitenden Sätze der Kritik der Bielefelder Tageszeitung „Neue Westfälische" zum Konzert des Studiochors Bielefeld am 23.09.2012 in der Bielefelder Matthäuskirche.
Das anspruchsvolle Stück, komponiert in einer modernen, teilweise von scharfen Dissonanzen gekennzeichneten Musiksprache, der spätromantisch anmutende Abschnitte gegenübergestellt werden, forderte von den Ausführenden ein hohes Maß an Flexibilität und Ausdruckskraft. Dem Studiochor Bielefeld unter der Leitung von Stefan Vanselow gelang es gemeinsam mit dem Orchester La Réjouissance, den Solisten Christín Enke-Mollnar (Sopran) und Sebastian Klein (Bariton) sowie dem Sprecher Andreas Duderstedt das Bielefelder Konzertpublikum bei der ersten Aufführung des Oratoriums in NRW in den Bann dieses Stückes zu ziehen.



