Panorama
Christoph Bruckmann: Marketing für Liebhaberorchester
Chöre im Netz - der Weg zur eigenen Internetpräsenz
Mit freundlicher Genehmigung des Bundesverbandes Deutscher Liebhaberorchester erfolgt hier die Wiedergabe eines - auch für Chöre relevanten - Artikels von Christoph Bruckmann aus der Zeitschrift „Das Liebhaberorchester“:
Schon die Überschrift scheint in sich widersprüchlich zu sein: ist es nicht kennzeichnend für die Aktivitäten eines Liebhaber-Orchesters, dass es seine Leistung eben nicht am Markt verkaufen muss? Und ist deshalb der Begriff „Marketing“ im Kontext von Liebhaberorchestern nicht völlig fehl am Platze? Auf den ersten Blick mag dies so scheinen. Doch wenn man ehrlich ist, haben auch die meisten Liebhaber-Orchester nicht unerhebliche Kosten. So müssen z.B. die Honorare für den Dirigenten oder Aushilfen bezahlt werden, und auch die Mieten für Probe- und Konzerträume können empfindlich teuer sein. Doch selbst wenn all dies kein Problem sein sollte: Marketing wird spätestens dann zur alternativlosen Aufgabe, wenn ein Liebhaberorchester seine Konzerte nicht vor leeren Rängen spielen möchte. Konzertbesucher sind ein seltenes Gut, und sie wollen intensiv umworben werden. Keine leichte Aufgabe, denn Liebhaberorchester müssen sich mit ihren Konzerten nicht nur gegen die Aufführungen der professionellen Kollegen behaupten, sondern ihnen stehen noch dazu viel kleinere Summen für Marketingaufwendungen zur Verfügung als dies im Profibereich üblich ist. In diesem sowie in den nächsten Heften dieser Zeitschrift wollen wir deshalb Werbemaßnahmen vorstellen, die auch von Liebhaberorchestern zu stemmen sind.
Englische „High Church Music" in Kloster Eberbach
Großer Erfolg für Bach-Chor Siegen und Kölner Kammerorchester im Kloster Eberbach
Zum Rheingau Musik-Festival – einem der bedeutendsten Festivals in Europa – wurde in diesem Sommer wiederum Ulrich Stötzel mit seinem Bach-Chor Siegen eingeladen, gemeinsam mit dem Kölner Kammerorchester ein Konzert in der beeindruckenden Klosterbasilika Eberbach zu gestalten. Dieses Konzert wurde vom Deutschlandfunk mitgeschnitten. Mit Händels „Dettinger Te Deum" und John Rutters „Magnificat" wurde dieses Mal ein außergewöhnliches und kontrastreiches Programm, ganz in der englischen „High Church Tradition", dargeboten. So wurde in dem bis auf den letzten Platz besetzten riesigen romanischen Kirchenraum einerseits große barocke Klangpracht, andererseits viel rhythmische Verve entfaltet.
Jazzchor Freiburg 2012 a cappella on tour
Beatboxer Julian Knörzer ersetzt dem Jazzchor Freiburg die Rhythmusgruppe
Der Jazzchor Freiburg wurde schon oft für seine rein chorischen Stücke ohne Band gelobt. In Japan, in Korea, in Russland und vielen anderen europäischen Ländern.
Und nun ist es soweit: Der Chor ist auf Deutschland-Tour und singt einen ganzen Abend ohne Netz und doppelten Boden a cappella!
Und gleichzeitig erscheint die gleichnamige CD, auf die so lang gewartet wurde. Produzent derselben ist der Leiter von Vocal Line, Jens Johansen, zusammen mit Jazzchorleiter Bertrand Gröger.
Zu hören sind Swing-Nummern, Samba, Afrostyle und Jazzchoräle. Darüber hinaus einige Stücke aus Bobby McFerrin‘s neuem Album „VOCAbuLarieS“, das der Chor in letzter Zeit u.a. im Wiener Konzerthaus und im Salzburger Festspielhaus gemeinsam mit dem 10-fachen Grammy Gewinner aufgeführt hat.
Philharmonischer Chor Nürnburg und KölnChor musizierten in Litauen
Beglückende Konzertreise beider Chöre 2012 nach Kaunas und Vilnius
Am Donnerstag, den 12.7.2012 war es endlich soweit: Wir starteten zu unserer diesjährigen Konzertreise nach Litauen. Unser Partnerchor, der KölnChor, hatte uns eingeladen, mit ihm nach Kaunas zu reisen, um dort zwei Konzerte aufzuführen, im Rahmen des 17. Pažaislis Musik Festivals, das dort alljährlich von Anfang Juni bis Ende August stattfindet und insgesamt 35 Konzerte an unterschiedlichen Orten in und um Kaunas umfasst.
Unser Chor flog mit 60 Sängern in zwei Gruppen nach Vilnius, die einen über Frankfurt, die anderen über München. Am Freitag gegen 1.00 Uhr früh war dann der Chor komplett, nachdem der Bus die letzte Gruppe vom Flughafen in Vilnius nach Kaunas gebracht hatte. Müde aber glücklich sind wir im 4-Sterne Hotel Kaunas eingetroffen (unsere Kölner Chorkollegen residierten im ebenso schönen Best-Western Hotel).



