Panorama
Dr. Margret Johannsen: Felicitas Kukuck – Chorwerke im einzelnen
Eine Auswahl ihrer wichtigsten Chorwerke
Singen – solo oder in Gemeinschaft mit anderen Singenden – galt der Hamburger Komponistin Felicitas Kukuck (1914-2001) als primäre menschliche Äußerung, Musik war für sie Ausdruck des Bedürfnisses nach Verstehen und Verstanden-Werden. Vokalmusik und insbesondere Chormusik, von einfachen Sätzen bis zu mehrstimmigen Motetten und abendfüllenden Oratorien, nimmt denn auch einen herausragenden Platz in ihrem umfangreichen Œuvre ein. Natürlich hat die Komponistin selbst in Chören gesungen und Chöre geleitet: In den 1930er Jahren sang die Berliner Musikstudentin im Chor von Kurt Thomas, von 1960 bis 1965 leitete sie in Hamburg einen Volkshochschulchor, 1967 gründete sie ihren eigenen Kammerchor, mit dem sie viele ihrer Werke (ur)aufführte, und bis ins hohe Alter sang sie in der Kantorei ihrer Kirche in Blankenese – und übernahm hier mitunter auch Verantwortung beim Einstudieren. Ob Lieder im Volkston oder hochkomplexe Klänge als einem als „freimodal“ bezeichneten Kompositionsstil: aus einem reichen Fundus an eigener Chorerfahrung schöpfend tragen ihre Vokalkompositionen stets auch die Handschrift einer Praktikerin. Ihr Werkverzeichnis weist hunderte von Chorstücken auf. Ausgewählt wurden für die folgende Aufstellung neben einigen Liederzyklen vor allem die größeren Chorwerke.
Vocalconsort Leipzig: Konzertgenuss und guter Zweck
Vorweihnachtliches Konzert zugunsten der Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig
Ein ansprechendes Konzert genießen und gleichzeitig Gutes tun – dazu bieten Benefizkonzerte immer wieder eine schöne Plattform, die auch die VDKC-Chöre oft und gerne nutzen, wie das Vocalconsort Leipzig:
Vorweihnachtliche Stimmung, adventliche und weihnachtliche Musik und das Gefühl, mit dem Konzertgenuss etwas Gutes zu tun – das schätzen die Zuhörer alle Jahre wieder. Auf eine mittlerweile fünfjährige Zusammenarbeit blicken das Vocalconsort Leipzig und die Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e.V. zurück. Alljährlich im Advent singen die Mitglieder des Kammerchores ein Benefizkonzert zugunsten des engagierten Vereins, dessen Hauptanliegen eine optimale psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder und ihrer Angehörigen ist.
Felix Draeseke – Kirchenmusik zwischen Liszt und Reger (Einleitung)
Eine Einführung anlässlich des 100. Todestages am 26. Februar 2013 von Udo-Rainer Follert
Felix Draeseke (1835-1913) gehört zu den Komponisten des 19. Jahrhunderts, deren Werke im öffentlichen Musikleben noch wenig bekannt sind. Dies aber zu Unrecht, und darüber gibt es in der Musikwissenschaft wenig Zweifel, und auch Interpreten, die sich mit seinen Klavier- und Kammermusikwerken, Sinfonien und Liedern befassen, stellen Draeseke seinen bekannteren Zeitgenossen gleichwertig an die Seite. Um die Erforschung von Leben und Werk von Felix Draeseke bemüht sich seit 1986 die INTERNATIONALE DRAESEKE GESELLSCHAFT e.V. mit Sitz in Coburg. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung sind Bereitstellung von Notenmaterial und Förderung von Konzerten mit Draesekes Werken Hauptaufgaben dieser Fördergesellschaft. Die am 21. Juni 2012 errichtete ALAN KRUECK FOUNDATION dient diesem Ziel ebenfalls, wie auch nachhaltigen Bekanntmachung von Draesekes Schaffen im öffentlichen Musikleben.
Felix Draeseke – Kirchenmusik zwischen Liszt und Reger (I)
Eine Einführung anlässlich des 100. Todestages am 26. Februar 2013 von Udo-Rainer Follert
1. Die Chorwerke mit Orchester, entstanden zwischen 1865 und 1887
b. Adventlied nach Rückert op. 30, 1875
c. Requiem op. 22, 1876-1875
d. Osterszene nach Goethes Faust Op. 39, (1863/64) 1886/87
Besetzungen
Lacrimosa op. 10 für Solistenquartett (SATB), Chor (SATB) und Orchester (2Fl. 1Ob. 1EH. 2 Fg. - 4Hr. 2Tr. 3Pos. Pk. – Vo.1+2. Va. Vc. Kb.)
Adventlied op. 30 für Solostimmen (SATB), Chor (SATB) und Orchester (2Fl. 2Ob. 2Kl. 2Fg. – 2Hr. 2Tr. 3Pos. Pk.- Vo1+2. Va. Vc. Kb.)
Requiem h-Moll op. 22 für Solistenquartett (SATB), Chor (SATB) und Orchester (2 Fl. 1Ob. 1EH. 2 Fg. - 4Hr. 2Tr. 4Pos. Pk. – Vo1+2. Va. Vc. Kb.)
Osterszene aus Goethes Faust Op. 39 für Bariton-Solo (Faust), Chor (SSATBB) und Orchester (2Fl. 2Ob. 2Kl. 2Fg. – 4Hr. 2Tr. 3Pos. Pk.- Vo1+2. Va. Vc. Kb.) hinzu werden Kontrafagott, Tamtam und ein Harmonium eingesetzt.




