Panorama
Kooperation des Knabenchores Hannover und der Folkwang Universität der Künste
Drei Mal Bach im Chorkonzert
Seit 2005 hat Jörg Breiding, Leiter des Knabenchores Hannover, eine Professur für Dirigieren/Chorleitung an der Folkwang Universität der Künste inne. Bereits einige Male waren Studierende zur einwöchigen Hospitation und Probenarbeit beim Knabenchor zu Gast. Zum ersten Mal hatten nun Studierende die Gelegenheit mit dem Knabenchor Hannover und einem Barockorchester unter Konzertbedingungen zu arbeiten. Sie haben die Ergebnisse im Rahmen eines Konzertes in der Marktkirche Hannover vor rund 400 Besuchern präsentiert. Ein Erfahrungsbericht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Freitag, 09. März 2012, 17 Uhr: Um diese Uhrzeit haben die meisten Jugendlichen schon Wochenende: Sie spielen, fahren Rad oder treiben Sport. In der Meterstraße 3 in Hannover sieht es anders aus. Hier blicken 70 Augenpaare auf gespannte junge Chorleiter und proben drei Stunden lang Werke von Johann Sebastian Bach für ein Konzert am nächsten Tag in der Marktkirche. Diese Tatsache an sich ist für die Mitglieder des Spitzenchores nichts Neues, denn schon vor langer Zeit haben sich diese Kinder und Jugendlichen für regelmäßige Nachmittagsproben in der Woche und auch am Samstag sowie Konzertwochenenden entschieden.
Konzert im Gewandhaus 50. Jubiläum des Leipziger Synagogalchors
Jubiläum und Generationswechsel beim Leipziger Synagogalchor
Pünktlich zum 50. Jubiläum des renommierten Leipziger Synagogalchors geht dessen künstlerischer Leiter Kammersänger Helmut Klotz nach vierzig Jahren äußerst fruchtbarer Arbeit in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt ab dem 15. April 2012 Ludwig Böhme, Bariton des mehrfach preisgekrönten Calmus Ensemble Leipzig (Stipendiat des Deutschen Musikrates), an. „Die 50-jährige Chorgeschichte, die von Kammersänger Helmut Klotz 40 Jahre lang geprägt wurde, ist bewundernswert. Mit der Pflege synagogaler und jüdischer Musik hat der Chor etwas Einmaliges geleistet. Es ist eine große Verantwortung, dieses Erbe nun anzutreten", konstatiert der gebürtige Vogtländer. Als Zehnjähriger wurde Ludwig Böhme Mitglied des Leipziger Thomanerchors und anschließend Assistent des Thomaskantors. Sein Studium im Fach Chordirigieren an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater bei Georg Christoph Biller beendete er 2005 mit Auszeichnung. Daneben ergänzte er seine musikalische Ausbildung mit Kursen bei den King's Singers, Ton Koopman u.a. Erst auf die Nachfrage hin, ob er Helmut Klotz' Nachfolge antreten wolle, begann der sonst auf Alte Musik spezialisierte Sänger und Chorleiter, sich mit synagogaler Musik zu beschäftigen. Da diese ihn sofort begeisterte, bewarb er sich erfolgreich für die Stelle. Seine Aufgabe ist es nun, das bestehende Repertoire zu erhalten und außerdem einen Generationswechsel zu vollziehen: Das Ensemble möchte sich zunehmend auch an junge ZuhörerInnen und SängerInnen wenden und die Zusammenarbeit mit Schulen in der Leipziger Region, wie sie bereits mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium in Taucha gepflegt wird, verstärken. Auch die vielfältigen bereits bestehenden Kontakte und Freundschaften in der ganzen Welt werden fortgeführt und weiter ausgebaut.
Berliner Singakademie widmet sich Le Laudi von Hermann Suter
Kooperation mit der Singakademie Suhl ermöglicht zwei Aufführungen
Zu den bekanntesten Texten der mittelalterlichen religiös geprägten Lyrik zählt ohne Zweifel der „Sonnengesang", den Franz von Assisi vermutlich um die Jahreswende 1224/25 verfasste.
Sein Thema und seine Sprache veranlassten zahlreiche Komponisten diesem Werk und seinem Dichter auch musikalisch ihre Reverenz zu erweisen. Zu ihnen zählen Franz Liszt, Carl Orff und in der neuesten Zeit Sofia Gubaidulina.
Die Berliner Singakademie führt das Werk mit dem Titel „Le Laudi di San Francesco d'Assisi" (Cantico delle Creature) in der Vertonung von Hermann Suter auf, einem Schweizer Komponisten, der es 1923 für den Basler Gesangverein schrieb und ein Jahr später mit diesem Chor uraufführte. Suters Gesamtwerk ist nicht sehr umfangreich, es umfasst knapp 30 Werke, insbesondere Vokalkompositionen. In der Schweiz wurde es ein populäres Werk und wird auch heute noch häufig aufgeführt.
Elgar Society: Auszeichnung für Hans Sachs-Chor und Julian Tölle
„Certificate of Merit“ für VDKC-Chor
Als Anerkennung für die Auseinandersetzung mit der Musik von Edward Elgar in Deutschland verleiht die International Elgar Society (London) dem Hans Sachs-Chor und seinem Künstlerischen Leiter, Dr. Julian Christoph Tölle, die Auszeichnung „Certificate of Merit“.
Die Werke des Komponisten Edward Elgar (1857-1934) zählen im englischsprachigen Raum neben den Werken Händels zum Populärsten der sogenannten Klassischen Musik. In Deutschland hingegen sind vor allem Elgars oratorische Werke bis heute fast unbekannt geblieben. Und das, obwohl sie für Publikum und Ausführende gleichermaßen faszinierende und betörend schöne Musik enthalten.
Aus diesem Grund hat der Hans Sachs-Chor seine Konzerte mehrfach dieser Musik gewidmet und bisher die drei großen abendfüllenden Oratorien des englischen Komponisten aufgeführt, darunter 2004 sein erstes großes Oratorium „The Dream of Gerontius“. 2007 folgte die Aufführung von „The Kingdom“, 2010 von „The Apostels“ – beides Werke einer groß angelegten oratorischen Trilogie, die jedoch unvollendet blieb. Diese beiden Konzerte waren von der Elgar Society durch ihr Programm “Elgar in Performance” unterstützt worden.



