Panorama
Lidl fun goldenem land – ein Konzertprojekt des Leipziger Synagogalchores
Jiddische Folklore als Konzertrepertoire
Seit über 50 Jahren ist jiddische Folklore ein fester Bestandteil des Repertoires des Leipziger Synagogalchores: Die ersten Bearbeitungen entstanden in den 60-er Jahren durch den Chorgründer Werner Sander, in den 80-er Jahren schuf der Komponist Friedbert Groß zahlreiche Arrangements für gemischten Chor, Klavier und Orchester. Diese Stücke haben über Jahrzehnte den Weg in die Herzen des Chores und des Publikums gefunden, doch nun kam die Lust auf Neues. Mit der Unterstützung der Schering Stiftung Berlin konnte ein wegweisendes Projekt umgesetzt werden: Zwölf neue Bearbeitungen jiddischer Lieder sind für die Konzertbühne entstanden, ein komplettes Konzertprogramm. International renommierte Arrangeure – Matthias Becker (Frankfurt am Main), Reiko Füting (New York), Juan Garcia (Halle/Saale), Walter Thomas Heyn (Wandlitz), Fredo Jung (Altenburg), Philipp Lawson (London) und nicht zuletzt der Künstlerische Leiter Ludwig Böhme selbst – haben sich durch die Melodien inspirieren lassen und anspruchsvolle, farbenfrohe und innovative Arrangements geschaffen.
VDKC in neuem Gewand
Erfolgreiche visuelle Erneuerung im Jahr 2015
Der Verband Deutscher KonzertChöre (VDKC) präsentiert sich in einem neuen Erscheinungsbild. Mit der Entscheidung im Jahr 2014 für ein neues Logo stand der VDKC vor der Aufgabe, seine gesamten Druckerzeugnisse anzupassen. Er hat dies zum Anlass genommen, sich nicht nur ein gestalterisch neues Bild zu geben, sondern seine Leistungen und Angebote insgesamt zu prüfen und zu bewerten. In neuem Layout präsentiert sich der VDKC nun in zeitgemäßem Design und steht entsprechend seiner Funktion auch als Vorbild für Mitgliedschöre und Partnerverbände ein. Im Rahmen der Neuausrichtung konnten auch die grundlegenden Informationsbroschüren und Publikationen überarbeitet und aktualisiert werden. Zwei informative Broschüren informieren interessierte Chöre und Personen nun kompakt über die Verbandsarbeit und laden ein, sich intensiv mit den Projekten, Veranstaltungen und Tätigkeiten des VDKC zu beschäftigen.
Werkvorstellung: 8. Symphonie von Weinberg
Musik des polnisch-russischen Komponisten Mieczycsław Weinberg
In den letzten Jahren wurde die internationale Musikwelt mehr und mehr auf das kompositorische Schaffen des polnisch-russischen Komponisten Mieczycsław Weinberg aufmerksam. Der 1919 in Warschau geborene und als Jude nach der deutschen Besetzung Polens 1939 in die Sowjetunion geflüchtete Musiker wurde von Schostakowitsch sehr gefördert. Er ließ sich dann in Moskau nieder und schuf dort Werke in vielen musikalischen Gattungen, darunter auch Filmmusiken. Seine Oper „Die Passagierin“ erlebte 2010 ihre Uraufführung bei den Bregenzer Festspielen. Weinberg sagte einmal: „Viele meiner Werke befassen sich mit dem Thema des Krieges. Dies war leider nicht meine eigene Wahl. Es wurde mir von meinem Schicksal diktiert, vom tragischen Schicksal meiner Verwandten. Ich sehe es als meine moralische Pflicht an“. Weinberg starb 1996 in Moskau.
Bach-Verein Köln ehrt den »Vater der Armenischen Musik«
Konzerte zum 80. Todestag von Komitas Vardapet
Mit einem dreiteiligen Konzertzyklus gedachte der Bach-Verein Köln im Oktober 2015 des 80. Todestages von Komitas Vardapet – jenem Komponisten, Sänger, Chordirigenten, Pädagogen und Musikethnologen, der heute als Begründer der klassischen armenischen Musik der Moderne und somit als »Vater der Armenischen Musik« gilt.
Komitas, 1869 unter dem Namen Soghomon G. Soghomonian in der heutigen Türkei geboren, beschäftigte sich nicht nur mit der liturgischen Tradition der armenisch-apostolischen Kirche, die er erstmals in moderne Notenschrift übertrug, sondern schrieb zudem rund 3000 bis dato nur mündlich überlieferte Lieder und Weisen seines Volkes auf. Einen Teil davon setzte der »Armenische Bartók« als Kunstlieder und Chorwerke und bewies darin, wie vertraut er – u.a. aufgrund eines mehrjährigen Studienaufenthalts in Berlin – mit der abendländischen Musiktradition war.
Veranstaltungen der Mitgliedschöre
Frau Musica und die heilige Cäcilie
15.09.2026
19:30
-
21:00
Frankfurt am Main
Cäcilienchor
„Lieblingsstücke“ – Chorkonzert mit Orgel zum 20jährigen Bestehen der Capella Moguntina
18.09.2026
19:30
-
21:00
Hochheim am Main
Vokalensemble Capella Moguntina
Ferne Welten I
19.09.2026
17:00
-
19:00
Bonn-Lessenich
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Da Pacem, Domine
19.09.2026
18:00
-
19:00
Norddeutscher Kammerchor
Harmonice mundi – Sphärenklänge Hallenser Madrigalisten LIVE
19.09.2026
18:30
-
19:30
Halle (Saale)
Hallenser Madrigalisten

Auf Antrag des VDKC wurde die „Chormusik in deutschen Amateurchören" in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes (UNESCO-Konvention) aufgenommen.

Der VDKC ist Mitglied im Bundesmusikverband Chor & Orchester - dem übergreifenden Dachverband von bundesweit tätigen weltlichen und kirchlichen Chor- und Orchesterverbänden.

Der VDKC ist Mitglied im Deutschen Musikrat, der sich für die Interessen von 15 Millionen musizierenden Menschen in Deutschland engagiert und weltweit der größte nationale Dachverband der Musikkultur ist.

Der VDKC hat die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet und setzt damit ein klares Zeichen für eine vorurteilsfreie und zukunftsorientierte Arbeitskultur.

Der schlaue Fuchs Amu (der Name steht für "Amateurmusik") gibt Antwort auf Fragen der Amateurmusik. Das Infoportal enthält zahlreiche Angebote für die Ensemblepraxis.