Panorama
Ludwig Siegfried Meinardus' Oratorium "König Salomo"
Wiederaufführung eines Oratoriums nach über 130 Jahren
Im Oktober 2010 fanden nach über 130 Jahren die ersten Wiederaufführungen des Oratoriums „König Salomo" von Ludwig Siegfried Meinardus in den Kirchen von Bad Oldesloe und von Hohenwestedt statt.
Norbert Klose, Dirigent zweier VDKC-Mitgliedschöre und Inhaber des Renaissance-Musik-Verlages, ist seit vielen Jahren in Bibliotheken auf der Suche nach wertvollen, aber inzwischen vergessenen Werken aus der Zeit des Barock und der Romantik.
Dabei stieß er in der Landesbibliothek Schwerin, in der sich viele noch unerschlossene Schätze befinden, auf das Oratorium „König Salomo", das nach der Uraufführung in Elberfeld 1865 und weiteren Aufführungen in Oldenburg von den Programmen verschwand - zu Unrecht, wie sich bei der Wiederaufführungen herausgestellt hat.
Ludwig Siegfried Meinardus (1827-1896) hatte bei Mendelssohn am Leipziger Konservatorium und später bei Liszt in Weimar Komposition studiert. Nach Dirigenten- und Lehrtätigkeit (unter anderem am Konservatorium Dresden) widmete er sich hauptsächlich schriftstellerischer Tätigkeit und der Komposition, vor allem von Oratorien.
Eric Whitacre probte und dirigierte in Hamburg
Begeisternde Arbeit von Eric Whitacre mit dem Kammerchor „I vocalisti" und den Männerstimmen der Chorknaben Uetersen
"Thank you, Hans-Joachim, both for inviting me to Germany and for giving me the honour of working with your magnificent choirs"
sagte der renommierte US-amerikanische Komponist und Chordirigent Eric Whitacre. Hans-Joachim Lustig hatte Whitacre 2008 in Kopenhagen kennen gelernt und ihn daraufhin eingeladen, einen „Workshop" und ein Konzert mit seinen beiden Chören, dem Kammerchor "I vocalisti" und den Männerstimmen der Chorknaben Uetersen, zu leiten.
Das vorstudierte Programm mit Werken von Whitacre wurde am 12. Dezember vormittags von dem Komponisten in einem öffentlichen Workshop noch mit letzten Feinheiten überarbeitet und am Abend in einem Konzert vor etwa 8oo Hörer im Auditorium Maximum der Hamburger Universität dargeboten.
Hans-Willi Hefekäuser: Willkommen in 2011
Gedanken zum Start in das Neue Jahr
Das nun hinter uns liegende Jahr 2010 war für den VDKC eine erfolgreiche und dennoch nicht ganz einfache Zeit. Gleichwohl ist es uns gelungen, unserem Aufbruch zu neuen Ufern weiterhin Grund und Richtung zu geben. Wir haben mit Professor Ekkehard Klemm einen Vize-Präsidenten gewinnen können, der sich seit der ersten Minute sehr engagiert und viele frische Ideen in unsere Überlegungen und unser Handeln einbringt. Die bewährten Kräfte im Bundesvorstand, im Künstlerischen Beirat und im Generalsekretariat haben erneut unter Beweis gestellt, dass wir nicht nur schwierige Situationen meistern können, sondern uns in unserem Engagement und unserer Begeisterung für die Musik auch nicht beirren lassen und unseren Weg gehen.
Wir können deshalb zuversichtlich in das Neue Jahr schauen. Ich bin sicher, dass wir alle mit nicht erlahmendem Elan auch weiterhin erfolgreich für unsere Ziele einstehen werden.
Zum Jahreswechsel darf ich deshalb Ihnen allen, den Sängerinnen und Sängern, den Chorleiterinnen und Chorleitern, den Vorständen und Geschäftsführern und allen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren zum einen für die geleistete Arbeit und für Ihr unermüdliches Engagement sehr herzlich danken und uns allen für 2011 viel Glück, viel Erfolg, viel Freude, sprühende Begeisterung, fruchtbare Proben und wunderbare Konzerte sowie die Fähigkeit und Bereitschaft wünschen, das Bewährte zu bewahren und zu pflegen und das Neue und Andere neugierig aufzunehmen und ernsthaft zu erwägen.
Mit herzlichen Grüßen - Ihr
Hans-Willi Hefekäuser
Präsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre
Vize-Präsident des Deutschen Musikrats
01.01.2011
Flash-Mob als Werbung im Chorbereich
Eine Anregung nicht nur zur Advents- und Weihnachtszeit
Rolf Pasdzierny, ehemaliger Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC), Generalsekretär des Arbeitskreises Musik in der Jugend (AMJ) und Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (BKJ), wirbt für eine ungewöhnliche Werbemaßnahme für den Chorgesang – nicht nur für die Vorweihnachtszeit:
Liebe FreundInnen der Chormusik,
aus meiner aktiven Zeit bei der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC) und dem Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ) erinnere ich mich noch, dass wir oft und immer wieder überlegt haben: Wie bringen wir Chormusik auch zu denen, die sie (noch) nicht mögen? Zu denen, die (noch) nicht in unsere Konzerte kommen? Im Netz habe ich gerade ein Video vom 04.12.2010 gefunden, das eine wunderbare Idee zeigt: Im Rahmen eines Flash-Mobs haben sich über 100 SängerInnen zu einem spontanen Singen in einer Kaufhauskantine verabredet. Wie positiv berührt die anderen zufällig anwesenden Kantinen-Besucher reagiert haben, ist deutlich zu sehen. Ich glaube, dass es gerade das über den Raum verteilte Überraschungsmoment ist, was die Zuhörer gepackt hat. Das wirkt stärker als ein "Frontal-Auftritt".



