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Start Service Beiträge aus der Chorszene 9. Deutscher Chorwettbewerb 2014 in Weimar – persönliche Rückblicke
9. Deutscher Chorwettbewerb 2014 in Weimar – persönliche Rückblicke Drucken E-Mail

von Reinhart Weiß und Barbara Lucke

Thumbnail imageIm Folgenden schildern Reinhart Weiß (Vorstandsmitglied des VDKC-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen) und Barbara Lucke (vox nova München) ihre persönlichen Eindrücke vom 9. Deutschen Chorwettbewerb in Weimar:

Reinhart Weiß: Vom 24. bis 1. Juni 2014 fand in Weimar der 9. Deutsche Chorwettbewerb statt  -  ein Ereignis von geradezu olympischer Dimension. 1982 vom Deutschen Musikrat ins Leben gerufen, findet dieser Wettbewerb nur alle vier Jahre statt. Ungefähr ein dreiviertel Jahr vor dem jeweiligen Ereignis werden in allen Bundesländern Landeschorwettbewerbe als Qualifikationen vorgeschaltet. Nur die jeweiligen Sieger in den einzelnen Kategorien werden vom Deutschen Musikrat zum Bundeswettbewerb zugelassen und eingeladen. Beurteilt wurden sie in Weimar von 10 Jurys mit insgesamt 43 deutschen wie auch internationalen Juroren  ein wahres „Who is Who“ der Chormusik! Dem Wettbewerb stellten sich mehr als 4500 Sänger in 111 Chören und Vokalensembles, denen neben ihren Wettbewerben eine Vielzahl von Sonderkonzerten mit renommierten Chören und auch inzwischen bekannt gewordenen Preisträgerchören früherer Wettbewerbe geboten wurden. Dazu kamen für viele Chöre auch Auftritte in einer großen Chornacht als Wandelkonzert oder auch einer langen „Jazz-Night“ und vieles mehr.

Wie kaum eine andere Stadt in Deutschland hat Weimar eine Atmosphäre höchster Kulturdichte auf engstem Raum. Nicht nur der übermächtige Goethe sowie auch Schiller  überall begegnet man Namen wie Wieland, Herder, Nietzsche, Wagner, Liszt, Reger, Mendelssohn, Bach, Gropius, van de Velde u.v.m.  eine Kleinstadt im Weltformat! In Verbindung mit der hohen Sängerdichte entstand zwischen Frauenplan, Schillerstraße, Theaterplatz und Weimarhalle eine unvergessliche Atmosphäre. Von überall her Klänge: hier ein Kinderchor, dort ein Männerchor, in der Nähe ein diskretes Vokalensemble und etwas weiter zwei junge Chöre, die sich gerade eben kennengelernt hatten und nun zusammen sangen  dies alles und viel mehr auf gerade mal einem Kilometer Länge.

Man mag darüber streiten, welcher der bisherigen neun Wettbewerbe qualitativ der beste war  unstrittig bleibt, dass die Symbiose dieser einmaligen Stadt mit den besten Chören der Bundesrepublik einmalig war und unvergessen bleiben wird!

Der Schreiber dieser Zeilen schätzt sich glücklich, von Beginn an alle bisherigen Wettbewerbe erlebt haben zu dürfen, sei es als Dirigent, Juror oder Beobachter. Die Fortschritte seitdem sind enorm! Wettbewerbe dienen in erster Linie der kritischen Einschätzung der eigenen Leistung und deren möglichen Verbesserungen. Sie sind darüber hinaus aber auch eine Art Börse zum Kennenlernen neuer Stücke, Austausch von Noten und Erfahrungen, Anbahnungen von Chorkontakten und Ideen zu gemeinsamen Projekten mit anderen Chören. Der Wettbewerb generiert stets neue Impulse zur Verbesserung und Motivation und zwar bei Erfolg wie auch Enttäuschung. (Das Wort „Misserfolg“ wäre hier völlig unangebracht, weil immer bewusst bleiben sollte, dass allein schon die Teilnahme als siegreicher Vertreter eines Bundeslandes einen Riesenerfolg darstellt!).

Thumbnail imageBarbara Lucke: Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, die Location scheint aus allen Nähten zu platzen, ein Vorsänger gibt „We will rock you“ vor und Hunderte fallen begeistert und volltönend ein, La Ola durchläuft die ganze Menge. Wir befinden uns nicht in einem Fußballstadion in Recife (Brasilien), sondern im großen Saal der Weimar-Halle: dort soll in wenigen Minuten die Bekanntgabe der Ergebnisse des 9. Deutschen Chorwettbewerbs (DCW) erfolgen. Das Wetter hatte das Stattfinden unter freiem Himmel unmöglich gemacht, und als dann doch eine Seitenwand herausgenommen wird und alle Platz finden, kann Prof. Jürgen Budday die Resultate verkünden.

Die kleine und grüne Kulturstadt, die sich als charmanter Gastgeber präsentiert, gewinnt für die Zeit zwischen dem 24. Mai und 1. Juni 2014 eine zusätzliche Facette. Mehr als 4000 Sänger sind in über 100 Chören als Landessieger angereist, um sich auf Bundesebene zu vergleichen.

Der 9. DCW bietet Gesang in 14 Kategorien, die ihr Wertungssingen in fünf verschiedenen Sälen absolvieren. Aus diesem Grund ist der Wettbewerb zweigeteilt: in der ersten Wochenhälfte sind große gemischte Chöre, Frauen-, Knaben- und Kinderchöre sowie ein Teil der populären Chormusik zu hören, in der zweiten Hälfte treten Kammer-, Männer-, Jugend- und Mädchenchöre an sowie A-cappella-Ensembles.

Die kurzen Wege erlauben nicht nur das Zuhören bei verschiedenen Veranstaltun­gen, sondern auch den Besuch der Ausstellung der Musikverlage vor Ort oder der vielfältigen Gastronomie in der Altstadt.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm, das von den Wettbewerbsteilnehmern gestaltet wird, trägt die Veranstaltung in weitere Spielorte und damit bis zu den Einwohnern Weimars. Die Sonderkonzerte, in denen überwiegend Sieger des 8. DCW in Dortmund (2010) zu erleben sind, bedeuten zusätzliche Highlights der Gesamtveranstaltung.

Als Zuhörerin, die bereits 2013 den Bayerischen Landesvorentscheid beobachtet hat, stellt man ein erfreulich hohes Niveau der in Weimar teilnehmenden Chöre fest. In diesem Feld geht es eng zu, und nur bei wenigen Ensembles stellt sich die Frage, was zur Qualifikation für die Bundesebene geführt hatte. Das weite Spektrum an Chormusik und -literatur in so kurzer Zeit zu durchlaufen, sehr verschiedene Aufstellungen (die gemischte Aufstellung scheint gerade äußerst „in“ zu sein) und Chorkleidungen zu sehen sowie die Konzentration der Chöre zu spüren, ist nicht nur beeindruckend, sondern motiviert auch für den eigenen Gesang.

In jeder Kategorie bewertet eine hochkarätige Jury die Vorträge. Deren Einschätzung stimmt nicht zwingend mit der des Zuhörers, der eher den Gesamteindruck einer Gruppe erlebt, überein, insbesondere weil die Fähigkeit, verschiedene Epochen stilistisch zu unterscheiden, nicht in die Bewertung einzufließen scheint.

Der 9. DCW ist eine gelungene und runde Veranstaltung, für die man den Organisatoren, Förderern und nicht zuletzt der Stadt Weimar herzlich danken möchte.

Dennoch wünsche ich mir für 2018 einige organisatorische Anpassungen, um einen für Zuhörer und Chöre noch erfreulicheren Wettbewerb zu ermöglichen, z.B.:

  • Jeder Chor einer Kategorie singt am selben Tag: Die großen Kategorien (A2 und A1) waren jeweils über zwei Tage verteilt. Die organisatorischen Vorteile liegen auf der Hand. Dennoch wurden die Chöre des zweiten Wettbewerbstages im Mittel deutlich besser bewertet als die des ersten.
  • Auftritte im Rahmenprogramm nur nach den Wertungssingen: In manchen Kategorien hatten einzelne Chöre vorab die Möglichkeit, im Rahmenprogramm aufzutreten, die anderen Chören nicht geboten war.
  • Stellproben der Chöre öffentlich machen und im Programm abdrucken: Nachdem viele Wertungssingen in verschiedenen Kategorien zeitgleich stattfanden, bestand die einzige Möglichkeit, sich einen Eindruck von anderen Kategorien zu verschaffen beim Einsingen. Diese wurden nicht einheitlich gehandhabt: je nach „Saalordner“ war es möglich, den Proben zu lauschen, sofern man überhaupt die Information diesbezüglich gefunden hat, oder eben nicht.
  • Jede Person sollte nur an einer Wertung teilnehmen: Die Tatsache, dass einige Sänger in mehreren teilnehmenden Chören mitwirken, einige Dirigenten mehrere Chöre leiten, ist bereits auf Landesebene unerfreulich. Wenn dann derselbe Sänger oder Dirigent auch noch für verschiedene Bundesländer antritt, wird es Zeit für eine strengere Regelung.

Insofern sind wir 2018 nicht nur gespannt auf die Fußball-Weltmeisterschaft, sondern natürlich auch auf den 10. Deutschen Chorwettbewerb!

Reinhart Weiß, Barbara Lucke, VDKC
14.08.2014

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Schlagzeilen

Neues Orchestermaterial eingetroffen

Komponist stellt sein Werk dem VDKC zur Verfügung

Thumbnail imageVor Kurzem ist in unserem Büro das Orchestermaterial des „Agnus Dei“ von Thomas Emanuel Cornelius eingetroffen.

Das Werk wurde 2015 als ergänzender Abschluss zu Mozarts c-Moll Messe komponiert. Da es aber keinen ganz eigenen Charakter hat und keine Mozartkopie ist, steht das etwa 20-minütige Werk für sich und kann auch in anderen Kontexten aufgeführt werden.

Die Notenleihe umfasst das gesamte Orchestermaterial bestehend aus: 5 Violinen 1, 5 Violinen 2, 4 Viola, 3 Violoncello, 2 Kontrabass, 2 (Piccolo-)Flöte, 2 Oboe, 2 Fagott, 3 Posaune, 2 Horn, 1 Harfe, 1 Celesta, 1 Pauke, 1 Schlagwerk

Ab sofort steht hier das Material den Mitgliedschören für eigene Aufführungen zur Verfügung.

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16.11.2017

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