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33 Jahre guter „Sound“: Etta Hilsberg nimmt Abschied von der Camerata vocale Berlin Drucken E-Mail

Eine Ära geht zu Ende

Thumbnail imageWährend Etta Hilsberg sich und ihren Chor auf das letzte gemeinsame Konzert am 18. November 2018 (20 Uhr, Philharmonie Berlin) und damit auf den Abschied vorbereitet, sagt sie immer wieder: Ihr glaubt doch nicht, dass ich ohne Musik leben kann. Und die Vorstellung, dass man sich doch wiederbegegnen wird, lässt sich nicht auslöschen. Den „Elias“ von Mendelssohn probt sie mit „ihrer“ Camerata, beide Seiten im Bewusstsein des Dilemmas, das jeden Abschied nach langer, schöpferischer Zusammenarbeit begleitet – der Klang wird nach dem „Ende“ ein anderer sein, das Leben wird ein anderes sein.

Mendelssohn hat Etta Hilsberg und die Camerata in vielen wichtigen Momenten ihrer gemeinsamen Tätigkeit begleitet. Zuletzt wurde das dreißigjährige Bestehen des Chores mit einer Aufführung des „Paulus“ an der Seite des befreundeten Gewandhauschors Osaka begangen.
Vielleicht hat nicht nur die herausragende Musik, sondern auch das Brennen dieses Wunderkind-Musikers und -Komponisten, der sich zwischen den Kulturen aufrieb und mit äußerstem Perfektionismus ein überbordendes Opus schuf, Etta Hilsberg inspiriert. Denn immer hat sie von sich und von den anderen ein ähnliches Brennen verlangt, mit dem sie ihre Musik und ihre,musikorganisatorische Arbeit betrieb.

1985 gründete sie die Camerata vocale Berlin, ein damals noch schmaler, junger Laienchor, den sie zu einem großen, klangvollen Oratorienchor entwickelte. 2008 wurde Etta Hilsberg für ihre Verdienste für den Chor und damit für die Chorlandschaft Berlins von Bundespräsident Horst Köhler besonders geehrt. Am 7. Mai 2010 wurde sie in Anerkennung herausragender Verdienste um das Berliner Chorleben als erste Berlinerin von der Präsidentin des Chorverbandes Berlin mit der Geschwister-Mendelssohn-Medaille ausgezeichnet.

Wer in den letzten 33 Jahren diesen lebendigen Klangkörper in der Berliner Philharmonie oder im Konzerthaus hören durfte, dem wird vor allem Eines aufgefallen sein: der „Sound“. Etta Hilsberg hat bei ihrer Arbeit mit dem Chorensemble und in der stimmbildnerischen Schulung der einzelnen Sänger immer auf die Gestaltungsfähigkeit von Transparenz und emotionaler Energie geachtet – auf sängerische Spannung, die zugleich Erdenferne und Verwurzelung möglich macht. Der klare Bach-Klang konnte sich dadurch in romantische Dynamik und zeitgenössische, filigrane Präsenz verwandeln. Stimmgewalt setzt sie dezent ein, manchmal abwartend, manchmal horchend, nie als Machtinstrument. Und damit konnte die Camerata vocale musikalisch etwas bewirken, im Hörer etwas öffnen.

Schon als Kind war Etta mit 14 Jahren Organistin und Chormusikerin, nabelte sich später von der Kirchenmusik ab und baute ihren Chor auf, präsentierte mit ihm die klassischen Werke von Händel, Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Brahms und Mendelssohn Bartholdy, aber dabei blieb es nicht. Unbekannteren Werken hat sich Etta Hilsberg immer gern angenommen, unter anderem von C.H. Braun, Keyser, die G-Dur-Messe von Bach, die Mariazellermesse von Haydn, die doppelhörigen Werke von Vivaldi, dazu Dvořák, Puccini, insbesondere die Aufführungen der G. A. Theill’schen Rekonstruktion der unvollendeten Markus-Passion von Johann Sebastian Bach.
Etta Hilsberg konnte das Publikum dankenswerter Weise auch für die Musik des 20. Jahrhunderts begeistern. Die Uraufführungen von Werken von Michael Weiß, Curt Protze und Thorsten Wille, Friedrich Metzler sowie mehrerer Werke ihrer Tochter Esther Hilsberg blieben in nachhaltiger Erinnerung. Dafür machte sie die Camerata bekannt – sie wagte sich an Ungesungenes, aus einer lustvollen Frechheit heraus, die sie neben aller tiefen Seriosität immer in ihre Programmauswahl einfließen ließ.

Immer wieder musizierte die Camerata mit einem großartigen „Kollegenchor“, dem Gewandhauschor Osaka. Mehrere gemeinsame Tourneen durch Japan und Konzerte in Berlin führten zu einer musikalischen Freundschaft, die erstmals 2002 unter der Leitung von Etta Hilsberg zum Klingen kam. Seit dem Jahr also, in dem sie für den Chor die bislang jährlich immer wieder erhaltene Förderung durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin erhalten hat.

Mit anderen Worten, sie war alles andere als inaktiv. Was sich über all die Jahre nicht verändert hat, war ihre Herangehensweise an die Musik. Für Etta Hilsberg ist die Musik ein Tor zu Räumen, die dem Bewusstsein ohne die Musik verschlossen bleiben würden und in denen es mit dem Unbegreiflichen in Kontakt treten kann. In der Transparenz des von ihr angestrebten Klangs kann auch die Wahrnehmung des Hörers und des Musikers durchlässig werden. Etta Hilsberg setzt auf Empathie, Emotion, musikalisches Erlebnis. Das hat sie immer nur dadurch erreicht, dass sie bis ins Detail aufmerksam ihren Sängern und Musikern zugehört hat. Einer ihrer wichtigsten Maßstäbe für die Schönheit einer Stimme war und ist die Selbstwirksamkeit des Sängers und die Fähigkeit zu leisen, raumnehmenden Tönen. Ein Leuchten in der Musik – das war und ist ihr Ziel – das nur durch ihre filigrane Arbeit zu erreichen ist, an Stellen, an denen andere bereits nicht mehr hinhören.

Für die meisten, die mit ihr musiziert haben, vor allem für die Sängerinnen und Sänger der Camerata, waren die Begegnung und die Zusammenarbeit mit ihr nicht nur ein musikalischer, sondern auch ein zutiefst persönlicher Prozess. Die Gründung dieses Chores ist der gelungene Versuch, die Stimmen jedes einzelnen Sängers zu hören, zu fördern und dann im Einklang mit der körperlichen und seelischen Präsenz der Sänger einen Gesamtkorpus zu freiem Klang zu bringen. Durch ihre sorgfältige Stimmarbeit formte sie einen herausragenden Chor, der ihr nun von Herzen dankt: für ein ambitioniertes Programm, für ihren unnachgiebigen Idealismus.

Eva Wemme
09.07.2018

 

 

 

 

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