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Auf Antrag des VDKC wurde im Rahmen der entsprechenden UNESCO-Konvention die „Chormusik in deutschen Amateurchören" in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

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Start Chöre Aktuelles aus den Chören 200jähriges Jubiläum der Singakademie Frankfurt (Oder): Grußwort des VDKC-Präsidenten Ekkehard Klemm
200jähriges Jubiläum der Singakademie Frankfurt (Oder): Grußwort des VDKC-Präsidenten Ekkehard Klemm Drucken E-Mail

Würdigung der Singakademie in Festkonzert am 1. März 2015

Thumbnail imageMit einem Festkonzert am 1. März 2015 wurde das 200jährige Jubiläum der Singakademie Frankfurt (Oder) feierlich begangen. Unter Leitung von Rudolf Tiersch stand neben stand neben Johannes Brahms‘ Akademischer Festouvertüre c-Moll op. 80 und A-cappella-Literatur aus fünf Jahrhunderten die Uraufführung des Werkes „Von der Macht des Gesanges“ von Erika Herlyn (Text) und Siegfried Matthus (Musik) auf dem Programm – ein Auftragswerk aus Anlass des Jubiläums. VDKC-Präsident Ekkehard Klemm gratulierte dem Chor mit folgendem Grußwort zum Jubiläum.

„Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Es ist ein unglaublich schöner Satz, den uns Heinrich von Kleist, der berühmte Sohn dieser Stadt, trotz all seiner Melancholie und seines tragischen Schicksals hinterlassen hat. Er schrieb:

'Ich betrachte die Musik als die Wurzel aller übrigen Künste.'

Schmeichelhaft für uns Musikerinnen und Musiker – fürwahr! Aber in einer Stadt wie Frankfurt auch das Ergebnis einer sehr langen Entwicklung, denn bereits in den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts wird der wahrscheinlich erste bürgerliche deutsche Musikverein, das convivium musicum des Gelehrten, Arztes, Philologen und Universalgelehrten Jodokus Willich hier in Frankfurt gegründet. Zusammen mit 12 Freunden beschäftigte man sich und diskutierte über weltliche Musik. Insofern ist es fast selbstverständlich, wenn drei Jahrhunderte später – kurz nach dem Wegzug der Universität nach Breslau – vielleicht in einer Art Trotzreaktion mit der Singakademie einer für diese Zeit typischen Vereine entsteht, in denen das neu erwachte Selbstbewusstsein sich bündelt und zu künstlerischem Ausdruck findet.

Es ist jene Entwicklung, die gleichzeitig an verschiedenen Orten aufkeimt, von Leuten wie Fasch, Zelter, später Mendelssohn, Schumann, Hiller oder Robert Franz befördert. Wir verdanken ihr das heutige musikalische Leben in ganz Deutschland, die Vielfalt unserer Theater, Orchester und  vor allem Chöre.

Der Verband der Deutschen KonzertChöre VDKC, als dessen Präsident ich hier sprechen darf, hat deshalb in der ersten Runde der Bewerbungen um die Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes einen Antrag gestellt, die Pflege der 'Chormusik in deutschen Amateurchören' als ein so hohes Gut anzuerkennen und ist auf nationaler Ebene damit erfolgreich gewesen!

Liebe Freundinnen und Freunde der Frankfurter Singakademie, ich darf Ihnen also nicht nur zu Ihrem erstaunlichen Jubiläum gratulieren, sondern Sie vor allem beglückwünschen, dass Sie mit Ihrer 200-jährigen Tradition als ein besonders signifikantes Beispiel gelten können, weshalb diese Kultur zu den ganz elementaren und wichtigen Grundtugenden unseres Gemeinwesens zählt.

Die Deutsche UNESCO-Kommission würdigt die Chortradition als Kulturform, die 'tief in der Mitte der Gesellschaft verwurzelt [ist]. Die kreative Aneignung von Text und Musik sowie die künstlerische Vitalität der Menschen werden durch die Aktivität der Chöre mobilisiert. Gleichzeitig richtet sich die Praxis des Singens auf identitätsstiftende Gemeinsamkeiten und öffentliches Wirken. Kulturelle Tradition, gesellschaftlicher Aufbruch und lebendiges Engagement durchdringen sich bei der Pflege der Chormusik in den deutschen Amateurchören. Sie stellen einen Kern der Musiktradition, des Musiklebens und der Musikpflege in Deutschland dar.'

Von der Lebendigkeit dieser Tradition haben wir an diesem Abend ein wunderbares Zeugnis erhalten und ich darf von Herzen zu Ihrem Konzert und insbesondere zur Uraufführung von Siegfried Matthus gratulieren! Ich empfinde tiefe Bewunderung für die Kraft und Energie, mit der Sie sich dieser schwierigen Aufgabe gestellt haben und beglückwünsche Sie dazu alle von Herzen. Es ist mutig, aber vor allem weitsichtig, gerade ein solches Jubiläum mit neuer Musik zu begehen.

Es braucht dazu Menschen, die eben jene Weitsicht, diesen Mut, auch viel Geduld und Überzeugungskraft mitbringen und die gemeinsame Idee mit Leben erfüllen. Ihr Künstlerischer Leiter und Dirigent, Rudolf Tiersch ist ein solcher leidenschaftlicher Chorleiter. Bereits 1986 wurde er zum Chordirektor der Singakademie Frankfurt (Oder) berufen, deren Chöre unter seiner Anleitung in der Folgezeit mehrfach bei regionalen Leistungsvergleichen und internationalen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet wurden. 2004 wurde ihm für hervorragende künstlerische Leistungen der Titel 'Chordirektor ADC' (der heutigen Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände BDC) verliehen, 2006 erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Als Chorleiter des Großen Chores, des Kammerchores und seit 2006 des Jugendchores versteht er es zu begeistern. Seine Probenarbeit, so beschreiben es die Sängerinnen und Sänger, ist von Optimismus, Freude an der Musik, hohen künstlerischen Ansprüchen und viel Geduld geprägt. Er wirbt persönlich in den Schulen und durch Schulkonzerte für den Nachwuchs der Chöre. Sein Verdienst ist es hauptsächlich, dass die Singakademie heute als Botschafter der Stadt Frankfurt (Oder) und des Landes Brandenburgs auf dem Gebiet der Chorsinfonik hoch geschätzt und anerkannt ist.

Wenn wir uns eines weiteren Satzes von Heinrich von Kleist erinnern, so könnte er den Thüringer Tiersch und seine Frankfurter Sängerinnen und Sänger damit vielleicht vorausgeahnt haben. Im 'Aufruf an die Menschheit' heißt es:

'Das Enge der Gebirge scheint überhaupt auf das Gefühl zu wirken, und man findet darin viele Gefühlsphilosophen, Menschenfreunde, Freunde der Künste, besonders der Musik. Das Weite des platten Landes hingegen wirkt mehr auf den Verstand, und hier findet man die Denker und Vielwisser.'

Lieber Herr Tiersch, liebe Sängerinnen und Sänger – Sie sehen, wie gut Sie offenbar zueinander passen. Ich habe deshalb die Ehre, an dieser Stelle gleich zwei Urkunden zu überreichen, Ihnen, verehrter Herr Kollege in Würdigung Ihrer großen Verdienste um die Arbeit mit der Frankfurter Singakademie seit nunmehr fast 30 Jahren, und der Singakademie selbst als Glückwunsch zum 200-jährigen Jubiläum.

Verbunden ist dies mit einem Gutschein, den ich im Namen des VDKC überreichen darf und der vielleicht zur Anschaffung von Notenmaterial oder anderer notwendiger Dinge genutzt werden kann. Ich wünsche Ihnen weiterhin Freude, Energie und natürlich künstlerischen Erfolg – ganz im Sinne von Kleist, der uns aufruft:

'Türme das Gefühl, das in deiner Brust lebt, wie einen Felsen empor: Halte dich daran und wanke nicht, und wenn Erde und Himmel unter dir und über dir zugrunde gingen!'

Ich danke Ihnen."

Weitere Informationen zum Jubiläum

Singakademie Frankfurt (Oder), Ekkehard Klemm, VDKC
12.03.2015

 

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